Tourismus wächst weiter

Dominikanische Republik plant Tourismusprojekte für 4 Milliarden US-Dollar

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Die Dominikanische Republik treibt den Ausbau ihres Tourismussektors weiter voran. Nach Angaben der Hotel- und Tourismusvereinigung Asonahores befinden sich derzeit touristische Projekte im Wert von mehr als 4 Milliarden US-Dollar in Umsetzung oder Planung.

Das erklärte Javier Tejada, erster Vizepräsident von Asonahores, bei der Eröffnung des Dominican Annual Tourism Exchange, DATE 2026.

Nach seinen Angaben spiegelt diese Entwicklung die zunehmende Diversifizierung des Landes als Reiseziel wider. Die Dominikanische Republik wolle nicht mehr nur als klassisches Sonnen- und Strandziel wahrgenommen werden, sondern stärker auf unterschiedliche Reiseformen, regionale Entwicklung und neue touristische Erfahrungen setzen.

Die geplanten und laufenden Projekte sollen laut Tejada Nachhaltigkeit, Innovation und differenzierte Angebote miteinander verbinden. Sie stünden zugleich für neue Chancen bei Beschäftigung, Investitionen und lokaler Entwicklung.

Tejada betonte, der dominikanische Tourismus müsse mit derselben Ernsthaftigkeit weiterentwickelt werden, mit der er gewachsen sei. Dazu gehörten eine geordnete Raumplanung, der Schutz natürlicher Ressourcen, ein leistungsfähiges Abfallmanagement und ein institutioneller Rahmen, der zur zunehmenden Qualität und Komplexität des Angebots passe.

Wettbewerbsfähigkeit sei nicht selbstverständlich, sondern müsse täglich aufgebaut werden, sagte der Asonahores-Vertreter.

Nach Angaben Tejadas bestätigen auch die aktuellen Besucherzahlen den positiven Trend. Im ersten Quartal 2026 empfing die Dominikanische Republik 3.710.374 Besucher. Das entspricht einem Wachstum von 10,8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 und von 64,1 Prozent gegenüber 2019.

Allein im März wurden 1.305.866 Besucher gezählt. Laut Tejada war dies ein neuer Monatsrekord.

Die Hotelauslastung lag im ersten Quartal bei mehr als 86 Prozent. Die Zufriedenheit der Besucher erreichte demnach einen Wert von 4,5 von 5 Punkten.

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Tejada hob zugleich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor hervor. Ohne eine starke öffentlich-private Allianz und eine gemeinsame Entwicklungsvision seien diese Ergebnisse nicht möglich.

Asonahores würdigte in diesem Zusammenhang die Arbeit des Tourismusministeriums Mitur und besonders die Führung von Tourismusminister David Collado. Dessen strategische Ausrichtung und Dialogbereitschaft gegenüber dem Privatsektor hätten wesentlich zu den aktuellen Resultaten beigetragen.

Auch Fachmessen wie DATE seien für die weitere Entwicklung wichtig. Die Veranstaltung, die vom 22. bis 24. April stattfindet, stärke die touristische Wertschöpfungskette und fördere neue Geschäftsmöglichkeiten.

Nach Einschätzung von Tejada zeigt DATE einen robusten, widerstandsfähigen und sich weiterentwickelnden Tourismussektor. Zugleich unterstütze die Messe die Diversifizierung des Angebots, etwa in den Bereichen Kulturtourismus, Abenteuertourismus, Sporttourismus und MICE.

Ziel sei es, neue Quellmärkte zu erschließen und Investitionen in unterschiedlichen touristischen Nischen anzuziehen.

Für die Dominikanische Republik bleibt die Herausforderung, Wachstum und Qualität miteinander zu verbinden. Entscheidend wird sein, ob neue Projekte nicht nur Besucherzahlen steigern, sondern auch regionale Entwicklung, Umweltmanagement und soziale Einbindung nachhaltig verbessern.

Tourismusentwicklung betrifft damit nicht nur Hotels und Investoren, sondern auch Gemeinden, Infrastruktur, Arbeitsplätze und den Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Tourismusregionen und Entwicklung verstehen

Der Tourismus in der Dominikanischen Republik verändert sich deutlich. Neben bekannten Strandregionen gewinnen Kultur, Natur, Abenteuerangebote und Geschäftsreisen zunehmend an Bedeutung.
Der DomRep Guide bietet ergänzende Hintergründe zu Reisezielen, Regionen und touristischen Entwicklungen im Land.

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Quelle:arecoa.com