Die Koalition von Organisationen im Einzugsgebiet des Yaque del Sur, bestehend aus rund 100 Vereinigungen von Landwirten und Produzenten der Region Enriquillo, gemeinsam mit den Fischervereinigungen der Laguna El Rincón, fordert den sofortigen Eingriff des Nationalen Instituts für Wasserressourcen (Indrhi), um das Verschwinden der Lagune El Rincón in der Nähe des Municipio Cabral zu verhindern.
Bei einem Treffen am Sonntagnachmittag erklärten die Organisationen des Südwestens, dass Hunderte von Familien ihre Einkünfte verlieren würden, wenn die Behörden nicht eingreifen und verhindern, dass das Consorcio Azucarero Central weiterhin das gesamte Wasser des Yaque del Sur für sich beansprucht, da sie von Fischerei und Landwirtschaft leben.
Das Treffen fand auf dem Sportplatz von El Llano im Municipio Cabral statt. Dort wurde ein Aktionsplan beschlossen, der bereits im September beginnen soll und Streiks, Straßenblockaden, die Besetzung öffentlicher Gebäude und weitere Maßnahmen umfasst, bis die Behörden die Forderungen erhören.
Die Organisationen werfen dem Consorcio Azucarero Central, das die Ländereien des ehemaligen Zuckerwerks Barahona verwaltet, vor, entgegen den Vorgaben des Indrhi den Wasserfluss vom Yaque del Sur zur Lagune zu blockieren – eine Entscheidung, die das Verschwinden dieses Naturreservats zur Folge hat.
Der Aktionsplan der Koalition der Organisationen aus der Region Enriquillo wurde in einer Versammlung mit Hunderten von Landwirten der Region beschlossen. Anwesend waren unter anderem Domingo Feliz, Präsident der regionalen Verbände, der Unternehmer Juan José, Leiter der Gruppe Raíces Cabraleñas, sowie der Ingenieur Carlos Alcántara, Geschäftsführer der Bewässerungsgenossenschaft von Barahona.
Sie erklärten, dass die Verantwortlichen des Consorcio Azucarero Central den Damm im Gemeindebezirk Mena in Tamayo zerstört und die Schleusen des Damms von Santana im selben Municipio aufgebrochen hätten, wodurch die Lagune und Hunderte von Landwirten geschädigt würden.
Diese Maßnahmen führten, so die Anwesenden, zum Tod von Tilapien und anderen Fischarten in der Lagune und bedrohten zudem die Landwirtschaft, da über 80.000 tareas Bananenfelder nicht mehr bewässert würden, während das Wasser ausschließlich für die Zuckerrohrflächen verwendet werde.
