Neue Technologien sind dazu da, nicht nur die Gesellschaft und ihre Beziehungen zu revolutionieren, sondern auch das Wachstum des Finanzsektors anzukurbeln und eine größere Effizienz und Zugänglichkeit der Dienstleistungen zu ermöglichen.
Laut einem aktuellen Bericht der Bankenaufsichtsbehörde (SB) mit dem Titel „Ranking der Digitalisierung“ ist eine der wichtigsten Technologien die künstliche Intelligenz (KI), die den Sektor auf vielfältige Weise verändert.
Derzeit nutzen 34 % der Finanzintermediäre (FI) künstliche Intelligenz, davon 65 %, 30 % bzw. 14 % bei Mehrfachbanken (MF), Spar- und Darlehenskassen (S&L) und Spar- und Kreditbanken (S&CB).
Zu den häufigsten Anwendungen von KI gehören die Betrugserkennung, die Prozessautomatisierung und die Datenanalyse, wobei letztere einer der Bereiche ist, der die größten Auswirkungen hat.
„Die FIUs nutzen sie, um große Datenmengen zu sichten und wertvolle Einblicke in das Kundenverhalten zu gewinnen sowie vielversprechende Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren. Algorithmen des maschinellen Lernens sind besonders nützlich bei der Erkennung von Mustern und der Vorhersage von Ergebnissen“, heißt es im SB-Papier.
Derzeit wickeln 24 % der MFs den Kreditverkauf über ihre digitalen Kanäle ab, und 29 % der MFs haben den Prozess für Kreditkartenanträge und -genehmigungen zu 100 % digitalisiert.
Einer der wichtigsten Zweige der künstlichen Intelligenz ist das maschinelle Lernen, das darauf beruht, ein System mit Daten zu trainieren, um Muster zu erkennen und Vorhersagen zu treffen. In diesem Zusammenhang nutzen 32 % der FIUs diese Technologie, um Betrugsfälle schneller zu erkennen und die Bewertung der Kreditwürdigkeit zu optimieren, wodurch die Reaktionszeit auf Kreditanträge, die über digitale Kanäle gestellt werden, verkürzt wird.
Eine weitere Anwendung des maschinellen Lernens im Bankensektor ist die Implementierung von Chatbots, digitalen Assistenten, die einen automatisierten Kundenservice bieten. Diese werden in 18 % der MFs und 21 % der BACs eingesetzt.
Cybersecurity
Was die Cybersicherheit betrifft, so zeigt der Bericht, dass Deep Learning in 29 % der MFs und 20 % der BACs eingesetzt wird. Das Tool kann bösartige Bedrohungen in Netzwerken erkennen und stoppen, um sensible Kunden- und Mitarbeiterdaten zu schützen.
Robotic Process Automation (RPA) ist eine weitere Technologie, die in FIUs weit verbreitet ist. Sie beinhaltet die Automatisierung von Prozessen mit Hilfe spezieller regelbasierter Software, die von den Benutzern lernt, um sie bei einfachen, sich wiederholenden Aufgaben zu unterstützen. WBs liegen mit 65 % an der Spitze, während andere Arten von PITs zwischen 25 % und 36 % schwanken.
Big-Data-Analysen sind ein weiteres Instrument, das PITs nutzen, um große Mengen komplexer und schnell wachsender Daten zu bewerten. 76 % der MFs, 29 % der BACs und 20 % der PPPs nutzen diese Technologie, um Probleme zu erkennen, Kundenbedürfnisse zu verstehen, datengestützte Entscheidungen zu treffen und Trends und Chancen zu erkennen.
Biometrische Technologie wird von 82 % der MFs eingesetzt, während dieser Prozentsatz bei den KKS auf 70 % sinkt. Was die KBS betrifft, so haben 43 % diese Innovation in ihre Entwicklungen einbezogen. „Es wird immer deutlicher, wie KI den Finanzsektor verändert, indem sie zu mehr Effizienz und Genauigkeit führt und die Möglichkeit bietet, große Datenmengen in Echtzeit zu analysieren. Je weiter die Technologie voranschreitet, desto mehr Anwendungen sind in dieser Branche zu erwarten“, heißt es in dem Bericht.
