Der Verkauf von Elektrogeräten und Möbeln in der Dominikanischen Republik ist im Jahr 2025 um 50 % eingebrochen. Dies teilte Iván de Jesús García, Präsident des dominikanischen Händlerverbandes (Federación Dominicana de Comerciantes), mit. Er führte diesen drastischen Rückgang auf fehlendes Geld bei den Konsumenten und auf hohe Zinssätze zurück.
Er erklärte, dass der Handel in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 mit einer sehr schwierigen Situation konfrontiert gewesen sei, da „kein Geld in den Händen der Verbraucher“ gewesen sei.
Zudem wies er darauf hin, dass das negative Wachstum im Bausektor auch den Eisenwarenhandel betrifft, in dem die Umsätze um 30 % eingebrochen seien.
Maßnahme begrüßt
De Jesús García begrüßte die Entscheidung der Zentralbank, 81 Milliarden dominikanische Pesos freizugeben, um der wirtschaftlichen Abschwächung entgegenzuwirken und die hohen Bankzinsen zu senken, „die bislang durch die Decke gehen“.
In einem Interview mit Héctor Herrera Cabral in der Sendung D´AGENDA, die sonntags über Telesistema und TV Quisqueya ausgestrahlt wird, betonte der Unternehmer, dass es Geschäftsbanken gebe, die Zinssätze von bis zu 22 % verlangten.
Auch der Wohnungsverkauf ist zurückgegangen
Er erklärte weiter, dass „dies einer der Gründe für den Rückgang der Wohnungsverkäufe im Immobiliensektor ist, da es für Wohnungskäufer sehr schwierig ist, diese Zinssätze zu bezahlen“. Dies habe zu einem Rückgang im Bauwesen geführt, was sich wiederum negativ auf die Umsätze im Eisenwarenhandel auswirke.
Er äußerte die Hoffnung, dass die von den Währungsbehörden ergriffenen Maßnahmen in der verbleibenden Zeit des Jahres zur Belebung der Wirtschaft beitragen werden.
