Soziale Unterschiede bleiben groß

Frühe Mutterschaft trifft arme und ländliche Frauen besonders

Lesedauer: 3 Min.

Frühe Mutterschaft, ein früher Beginn des Sexuallebens und Partnerschaften im Jugendalter bleiben in der Dominikanischen Republik weit verbreitet. Besonders betroffen sind Frauen aus einkommensschwachen Haushalten, ländlichen Gebieten und mit geringer Schulbildung. Das zeigen Ergebnisse der Haushaltsbefragung ENHOGAR-MICS 2025 des Nationalen Statistikamtes ONE.

Demnach hatten 15,9 Prozent der heute 20- bis 24-jährigen Frauen bereits vor ihrem 18. Geburtstag ein lebend geborenes Kind. In ländlichen Gebieten lag der Anteil mit 19,7 Prozent deutlich höher.

Die Region El Valle mit den Provinzen Azua, Elías Piña und San Juan verzeichnete mit 20 Prozent den höchsten Wert. In der Region Ozama, zu der Santo Domingo und der Distrito Nacional gehören, waren es 13,6 Prozent.

Besonders deutlich werden die Unterschiede bei Einkommen und Bildung. Unter Frauen aus dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung lag der Anteil früher Mutterschaft bei 31,4 Prozent. Im wohlhabendsten Fünftel waren es lediglich 4,7 Prozent.

Bei Frauen mit Grund- oder Basisschulbildung erreichte der Wert 44,4 Prozent. Unter Frauen mit Hochschulbildung lag er bei 4,2 Prozent.

Der vollständige Beitrag ist Mitgliedern vorbehalten. Erstellen Sie einen Zugang oder melden Sie sich an, um weiterzulesen.

Weitere Nachrichten zu sozialen Entwicklungen finden Sie im Ressort Leben und Gesellschaft.