Kontrollen in Gefängnissen verschärft

Gefängnisse verstärken Kontrollen gegen Drogen und Handys

Die dominikanische Gefängnisverwaltung hat die Kontrollen in mehreren Haftanstalten des Landes verschärft. Ziel der Durchsuchungen ist es, den Schmuggel von Drogen, Alkohol, Mobiltelefonen und anderen verbotenen Gegenständen einzudämmen.

Die Generaldirektion für Gefängnis- und Justizvollzugsdienste (DGSPC) erklärte, dass solche Gegenstände sowohl bei internen Kontrollen als auch bei Besuchen sichergestellt worden seien. Teilweise sollen Angehörige oder andere Besucher versucht haben, verbotene Gegenstände in die Haftanstalten zu bringen.

Die Behörde kündigte an, gegen alle Beteiligten rechtlich vorzugehen. Das gelte auch für Mitarbeiter des Strafvollzugs, wenn sie bei solchen Vorgängen mitwirken. Ein entsprechender Fall sei zuletzt in der Haftanstalt von Montecristi festgestellt worden.

Sanktionen im Gefängnis Las Parras

Besonders strenge Maßnahmen wurden im Centro de Corrección y Rehabilitación Las Parras ergriffen. Dort waren Mobiltelefone und weitere nicht erlaubte Gegenstände festgestellt worden, die mit Angehörigen und Anwälten von Häftlingen in Verbindung gebracht werden.

Mehrere Gefangene wurden daraufhin vorübergehend in Einzelzellen verlegt. Eine interne Kommission soll über weitere disziplinarische Maßnahmen entscheiden. Gleichzeitig laufen Untersuchungen, um mögliche Verantwortlichkeiten innerhalb des Gefängnispersonals zu klären.

Die DGSPC setzt ihre landesweite Aktion gegen illegale Gegenstände in Haftanstalten fort. Auch Familienangehörige, Anwälte und andere Personen, die versuchen, Sicherheitskontrollen zu umgehen, sollen strafrechtlich verfolgt werden.

In Puerto Plata wurde am 18. September im Centro de Corrección y Rehabilitación San Felipe eine Durchsuchung durchgeführt. Dabei wurden verbotene Substanzen und weitere nicht erlaubte Gegenstände sichergestellt.

Auch in Samaná kam es zu einem Vorfall. Dort wurde am 17. September eine Frau festgenommen, die versucht haben soll, Marihuana in das öffentliche Gefängnis einzuschleusen. Sie wurde der Staatsanwaltschaft übergeben.

Nach Angaben der Gefängnisverwaltung wurden im laufenden Jahr bislang sechs Familienangehörige festgenommen, weil sie versucht haben sollen, kontrollierte Substanzen in Haftanstalten zu bringen. In einzelnen Fällen seien auch Minderjährige einbezogen worden.

Die DGSPC kündigte an, die Kontrollen in den Gefängnissen des Landes fortzusetzen. Ziel sei es, illegale Aktivitäten innerhalb der Haftanstalten einzudämmen und die Sicherheits- und Rehabilitationsmaßnahmen zu stärken.

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Quelle:eldia.com.do