Ab dem 1. Juli tritt in öffentlichen Einrichtungen mit Sitz im Großraum Santo Domingo ein neues System mit gestaffeltem Arbeitsbeginn in Kraft, um der zunehmenden Verkehrskongestion entgegenzuwirken. Das kündigte das Ministerium für öffentliche Verwaltung (MAP) am Mittwoch an.
In einem Rundschreiben, das vom Minister für öffentliche Verwaltung, Sigmund Freund, unterzeichnet wurde, heißt es, dass ab Dienstag, dem 1. Juli, verpflichtend 70 % des Personals öffentlicher Institutionen im Großraum Santo Domingo in zwei Schichten arbeiten müssen:
– eine von 7:00 bis 15:00 Uhr
– und eine weitere von 7:30 bis 15:30 Uhr.
Die verbleibenden 30 % der Mitarbeitenden dürfen weiterhin im regulären Zeitplan arbeiten oder gemäß den Vorgaben ihrer jeweiligen Institution.
In Einrichtungen, die monatlich mehr als 2.000 Bürgeranfragen bearbeiten, sind zwei Schichten einzurichten:
– eine von 7:00 bis 14:00 Uhr
– und eine weitere von 14:00 bis 21:00 Uhr.
Die Zuteilung der Mitarbeitenden zu den jeweiligen Gruppen soll entsprechend der betrieblichen Erfordernisse erfolgen, „wobei die Kontinuität und Qualität der Bürgerdienste gewährleistet sein muss“. Die Dienstpläne müssen bis spätestens 30. Juni dem MAP vorgelegt werden.
Achtung auf die tägliche Arbeitszeit
Es wird betont, dass die tägliche Arbeitszeit gewahrt bleiben muss. Die Ausweitung der Dienstzeiten dürfe nicht zu einer Erhöhung der Personalkosten führen, sondern solle „eine effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen“ ermöglichen.
Einrichtungen, die in Wechselschichten oder im 24/7-Betrieb arbeiten – wie etwa Krankenhäuser –, behalten ihr übliches Arbeitsmodell bei, sollen aber, wenn möglich, ihre Verwaltungsbereiche an das gestaffelte Zeitmodell anpassen.
Die Umsetzung und die Auswirkungen auf den Verkehr werden vom MAP gemeinsam mit dem Nationalen Institut für Verkehr und Landtransport (INTRANT) überwacht und evaluiert.
Mit dieser Maßnahme sollen Verkehrsstaus verringert, die Mobilität verbessert, die Arbeitsproduktivität gesteigert und die Lebensqualität erhöht werden. Gleichzeitig will man Reisezeiten verkürzen, die Verkehrssicherheit erhöhen und den öffentlichen Raum besser nutzen.
