Freiheitsentziehende in der Dominikanischen Republik mit technischer Ausbildung werden an der Wiederherstellung von Infrastrukturen in benachteiligten Stadtteilen mitwirken, im Rahmen eines innovativen Programms für gemeinnützige Arbeit unter der Modalität „Medio Libre“, kündigte Roberto Santana, Generaldirektor der Strafvollzugs- und Korrektionsdienste (DGSPC), an.
Er informierte, dass sich an der Reparatur und dem Bau von von der DGDC identifizierten Projekten Häftlinge mit Ausbildung in Maurerarbeiten, Tischlerei, Sanitärinstallation, Elektrik und anderen Bereichen beteiligen werden.
Er erklärte, dass das Projekt in Abstimmung mit dem Direktor für Gemeindeentwicklung, Modesto Guzmán, durchgeführt werde, mit dem er ein interinstitutionelles Abkommen unterzeichnet habe.
OHNE VERGÜTUNG
Die Initiative zielt darauf ab, dass Dutzende von Freiheitsentziehenden eine aktive Rolle bei der Verbesserung ihrer Gemeinschaften übernehmen, ohne eine finanzielle Vergütung zu erhalten.
„Wir haben bereits mit dem Bereich Medio Libre gesprochen, der die Stadtviertel und Orte identifizieren muss, an denen gebaut und repariert wird. Dorthin werden, ohne jegliche Bezahlung, Dutzende Freiheitsentziehende gehen, die Maurer, Tischler, Schreiner, Klempner und Elektriker sind“, erklärte Santana gegenüber Listín Diario.
Er erläuterte, dass dieser Ansatz Gegenstand öffentlicher Debatten gewesen sei, um seine Umsetzung sicherzustellen. „Dass das Strafvollzugssystem der dominikanischen Gesellschaft etwas Greifbares zurückgibt“, äußerte er.
„Wie man immer sagt: Eine Hand wäscht die andere und beide waschen das Gesicht. Das sind die zwei Hände“, bekräftigte er.
WANDEL IN DER STRAFVOLLZUGSBEHANDLUNG
Er hob hervor, dass diese Ankündigung einen Paradigmenwechsel in der Strafvollzugsbehandlung darstellt, bei dem Arbeit nicht nur als Instrument der Disziplin und des Lernens für den Insassen dient, sondern auch als Mechanismus der sozialen Wiedergutmachung.
