Die Zentralbank (CB) der Dominikanischen Republik erklärte, dass die Inflation im Jahresvergleich in diesem Jahr deutlich gesunken ist und sich aufgrund der durchgeführten Geld- und Steuerpolitik innerhalb des Zielbereichs von 4,0 Prozent befindet.
Auch die Kerninflation, bei der die Werte der volatilsten Komponenten des Warenkorbs wie Treibstoff und einige Lebensmittel nicht berücksichtigt werden, hält den Abwärtstrend aufrecht.
Diesbezüglich sagte er, dass sie von 7,29 Prozent im Mai 2022 auf 4,68 Prozent im September 2023 gesunken sei.
Die Zentralbank prognostiziert, dass die Gesamt- und Kerninflation in einem aktiven geldpolitischen Szenario für den Rest des Jahres und für 2024 im Bereich von 4,0 Prozent liegen wird.
SENKUNG DES GELDPOLITISCHEN ZINSSATZES
Am Vortag hatte die Zentralbank ihren geldpolitischen Zinssatz unter Berücksichtigung der Entwicklung des internationalen Umfelds von 7,50 Prozent auf 7,25 Prozent pro Jahr gesenkt.
Die Zentralbank senkte auch den Satz für die ständige Fazilität zur Liquiditätsausweitung von 8,00 Prozent auf 7,75 Prozent pro Jahr und den Satz für verzinsliche Einlagen von 6,25 Prozent auf 6,00 Prozent pro Jahr.
Er erklärte, dass diese Maßnahme die Veränderung des internationalen Umfelds und das Verhalten der dominikanischen Wirtschaft, insbesondere das Verhalten der Preise, berücksichtigt.
INTERNATIONALES UMFELD
In Bezug auf das internationale Umfeld vertrat die Behörde die Ansicht, dass die Wirtschaftstätigkeit widerstandsfähiger als erwartet gewesen sei.
In den Vereinigten Staaten beispielsweise beschleunigt sich die Wirtschaft und der Internationale Währungsfonds prognostiziert ein Wachstum von bis zu 2,1 Prozent im Jahr 2023.
Andererseits hat sich die Inflation in diesem Land von einem Höchststand von 9,1 Prozent im Juni 2022 auf 3,7 Prozent im vergangenen September verlangsamt.
In der Eurozone, so die dominikanische Zentralbank, wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,1 Prozent, was auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zurückzuführen ist, der in einigen Ländern dieses Blocks zu rezessiven Bedingungen führte.
So kommentierte er, dass die Aussichten für die Expansion in der Eurozone nach unten korrigiert wurden und laut IWF ein zaghafter Anstieg von 0,7 Prozent im Jahr 2023 erwartet wird.
In Bezug auf das Szenario in Lateinamerika wies er darauf hin, dass dieser Indikator tendenziell rückläufig ist und die meisten Zentralbanken folglich ihre geldpolitischen Zinssätze senken.
