Trotz ihres bemerkenswerten Wachstums sind die öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur in der Dominikanischen Republik in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangen – von 1,5 % auf 0,7 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
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In einem kürzlich erschienenen Bericht der Weltbank wird hervorgehoben, dass angesichts der starken Abhängigkeit der dominikanischen Wirtschaft von Dienstleistungen und Tourismus sowie der starken Gefährdung durch den Klimawandel eine Erhöhung der Investitionen auf 3,12 % erforderlich ist, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Der Schlüssel liegt also in einer besseren Ausgabenverwaltung und höheren Investitionen.
Der Bericht „Diagnostico del Sector Infraestructura (InfraSAP) de República Dominicana“ weist darauf hin, dass die mangelnde Erreichbarkeit des ländlichen Raums weiterhin ein Hindernis für eine ausgewogene territoriale Entwicklung darstellt. Auch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Logistik wird durch Probleme wie Staus, den Einsatz veralteter Fahrzeuge und unzureichende Infrastruktur beeinträchtigt. Darüber hinaus gibt es keine ausreichende und nachhaltige Finanzierung für die Straßeninstandhaltung, was die Verkehrsinfrastruktur anfällig für Schäden und Störungen durch den Klimawandel macht.
Vor diesem Hintergrund schlägt die Weltbank vor, die Verwaltung des Straßenvermögens durch leistungsbezogene Verträge und öffentlich-private Partnerschaften (PPP) zu verbessern. Der Weltbank zufolge beinhalten diese Maßnahmen den Einsatz langfristiger Verträge, die das gesamte Straßennetz, einschließlich der Nebenstraßen und der ländlichen Straßen, abdecken und so eine stärkere Beteiligung des Privatsektors fördern.
Der Bericht schlägt auch eine Professionalisierung des Straßenverkehrssektors durch eine wirksamere Regulierung, den Aufbau von Kapazitäten und die Schaffung von Anreizen zur Koordinierung des Güterverkehrs vor. Darüber hinaus befürwortet er die Digitalisierung und die Erneuerung der Fahrzeugflotte sowie Pläne zur Anpassung an den Klimawandel mit Schwerpunkt auf der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere Häfen und Straßen.
Im Bereich des städtischen Verkehrs hebt er hervor, dass die Reisezeiten in den Großstädten aufgrund von Verkehrsstaus sehr lang sind. Angesichts des prognostizierten Anstiegs des Motorisierungsgrades sei es dringend erforderlich, die Kapazität und Zuverlässigkeit des öffentlichen Verkehrs durch die Einrichtung von BRT-Korridoren, den Ausbau des U-Bahn-Systems und die Integration des Fahrgeldeinzugs zu verbessern.
Der Bericht betont auch, wie wichtig es ist, die Bemühungen zur Beschleunigung der Umstellung des informellen Verkehrs (Conchos) fortzusetzen und sie mit Abwrackprogrammen und verstärkten Fahrzeugkontrollsystemen zu unterstützen. Er betont auch die Notwendigkeit, den nicht motorisierten Verkehr in den beiden größten Städten des Landes zu verbessern und zu erhalten.
Um die öffentlichen Ausgaben zu optimieren, empfiehlt der Bericht die Einführung leistungsbezogener Managementmodelle mit mittel- und langfristiger Ausrichtung. „Eine effiziente Verwaltung sollte nicht nur finanzielle, sondern auch technische, institutionelle und rechtliche Faktoren berücksichtigen, die sich auf die Umsetzung und Instandhaltung auswirken“, heißt es in dem Dokument.
Im Gegensatz zum traditionellen inputbasierten Modell wird die Umsetzung von CREMA-Verträgen (Rehabilitation, Betrieb und Wartung) vorgeschlagen, die Planung, Sanierung und Wartung von Anfang an über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren integrieren, wobei die Zahlungen an die Leistung gebunden sind. Internationale Erfahrungen zeigen, dass diese Verträge den Straßenzustand verbessern und die Endkosten senken.
Weitere Empfehlungen betreffen die Erhöhung der Straßensicherheit durch eine angemessene Datenerfassung und institutionelle Verbesserungen. Außerdem wird vorgeschlagen, die Nutzung öffentlicher und nicht motorisierter Verkehrsmittel zu fördern, um Staus zu vermeiden und die mit der städtischen Mobilität verbundenen Umweltauswirkungen zu verringern.
Sie weist darauf hin, dass ein sicheres Straßensystem nicht nur Menschenleben schützt, sondern auch die nationale Wirtschaft ankurbelt, die Konnektivität und die Wettbewerbsfähigkeit steigert, um die Dominikanische Republik bis 2030 zu einem weltweiten Maßstab zu machen.
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