Die Justizgewalt der Dominikanischen Republik hat die virtuelle Version ihres Plans „Justicia del Futuro 2034“ vorgestellt und damit eine neue Phase im Transformationsprozess des Justizsystems eingeläutet.
Bei der Veranstaltung, die für die gesamte Bevölkerung über die Plattformen YouTube, Instagram und Facebook des Poder Judicial zugänglich war, erklärte der Präsident des Obersten Gerichtshofs (SCJ), Henry Molina, dass „Justicia del Futuro 2034“ ein Plan sei, der aus dem Konsens aller gesellschaftlichen Sektoren hervorgegangen ist: Richterinnen und Richter, Justizbedienstete, Vertreter der Staatsgewalten, politische Akteure, die Unternehmerschaft, die Zivilgesellschaft, die Wissenschaft sowie internationale Organisationen.
Er betonte zudem, dass jede Entscheidung, jede Reform und jede Innovation, die im Rahmen des Plans umgesetzt wird, die Demokratie stärkt und den sozialen, demokratischen Rechtsstaat festigt.
„Deshalb schreibt dieser Plan keine Vision vor, sondern eröffnet einen fortlaufenden Dialog, er ist eine Landkarte zum Handeln und ein Spiegel unserer institutionellen Reife. Seine Stärke liegt nicht nur in den Zielen, die er verfolgt, sondern in den ethischen Werten und Prinzipien, die ihn tragen: mit Integrität dienen, verantwortungsvoll handeln und die richterliche Funktion mit Respekt und Empathie ausüben“, erklärte er.
Während der Übertragung betonte Präsident Luis Abinader, dass der Plan „Justicia del Futuro 2034“ kein bloßes institutionelles Ereignis des Poder Judicial sei, sondern ein Akt demokratischer Reife, staatlicher Weitsicht und ein Ausdruck des Engagements für die Zukunft des Landes.
„Das bedeutet es wirklich, eine bürgernahe Justiz zu schaffen: dass das Gesetz aufhört, ein fernes Schriftstück zu sein, und zu einem Instrument der Würde wird. Und der Plan Justicia del Futuro 2034 verkörpert genau diese Vision“, sagte er.
Beim virtuellen Launch fanden mehrere Diskussionsrunden statt. Im ersten Panel wurde der Plan analysiert – mit Beiträgen von César Dargan, Exekutivvizepräsident des Unternehmerverbands CONEP; Carolina Mejía Gómez, Bürgermeisterin des Nationaldistrikts; Rodolfo Valentín Santos, Direktor des Nationalen Amts der Pflichtverteidigung; Juan Ariel Jiménez, ehemaliger Minister für Wirtschaft, Planung und Entwicklung; sowie Rolando Guzmán, ehemaliger Rektor des INTEC. Moderiert wurde die Runde von Servio Tulio Castaños Guzmán, Vizepräsident der FINJUS.
