Hoteliers und Tourismusvertreter in Samaná wollen sich stärker darauf vorbereiten, den wachsenden Kreuzfahrttourismus für die wirtschaftliche Entwicklung der Provinz zu nutzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie nicht nur die Kreuzfahrtbranche selbst, sondern auch Hotels, Geschäfte, Dienstleister und lokale Unternehmer von steigenden Besucherzahlen profitieren können.
Bei einem Treffen im Salón Santa Bárbara von Puerto Bahía wollen Vertreter des Tourismussektors darüber beraten, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Geleitet wird die Veranstaltung von Javier Lara Reinhold, Präsident des Clúster Turístico de Samaná (CTS), und Abelardo Melgen Acra, Präsident des Hotel- und Tourismusverbandes Ahetsa.
Melgen Acra sieht die zentrale Herausforderung darin, das Wachstum der Kreuzfahrtbranche mit der übrigen touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung Samanás zu verbinden. Hotels müssten vorbereitet, Geschäfte besser organisiert und lokale Arbeitskräfte entsprechend qualifiziert werden. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die Besucherzahlen steigen, ohne dass sich daraus im gleichen Maße Vorteile für die Bevölkerung und die lokale Wirtschaft ergeben.
Samaná als Reiseziel
Die Halbinsel verbindet Küstenlandschaften, Naturgebiete, Strände und kleinere Orte mit einem vielfältigen touristischen Angebot. Ein Überblick hilft dabei, die Bedeutung der Region über den Kreuzfahrttourismus hinaus einzuordnen.
Auch Lara Reinhold sieht im Kreuzfahrttourismus erhebliches Potenzial. Entscheidend sei, den Aufenthalt der Passagiere in Samaná so attraktiv zu gestalten, dass aus einem mehrstündigen Besuch später ein längerer Aufenthalt werden könne. Kreuzfahrtgäste könnten damit auch zu künftigen Hotelgästen der Region werden.
Bei dem Treffen sollen Erfahrungen anderer Reiseziele einbezogen werden, die bereits über etablierte Kreuzfahrtstrukturen verfügen. Diskutiert werden soll insbesondere, wie das Umfeld einer Kreuzfahrtterminal entwickelt werden muss, damit Hotels, Einzelhandel, Zulieferer, Unternehmer und lokale Arbeitskräfte vom zusätzlichen Besucheraufkommen profitieren.
Gleichzeitig rückt der Schutz der natürlichen Ressourcen Samanás in den Mittelpunkt. Ein Ausbau des Kreuzfahrttourismus soll nach den Vorstellungen der Tourismusvertreter mit verantwortungsvollen Maßnahmen zum Schutz der Meeres- und Küstenökosysteme verbunden werden. Gerade diese Naturräume gelten als wesentlicher Bestandteil der touristischen Attraktivität Samanás.
