Suche läuft weiter

Schiffsunglück vor Juanillo: Vier Tote, 17 Gerettete und rund 50 Vermisste

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Die Behörden setzen die Suche nach etwa 50 Personen fort, die seit dem Kentern eines Bootes in den frühen Morgenstunden dieses Freitags vor der Küste von Juanillo in der Provinz La Altagracia als vermisst gemeldet wurden.

Bei der Tragödie kamen ersten Angaben zufolge mindestens vier Menschen ums Leben.

Mitglieder der Marine, der Feuerwehr und Rettungskräfte setzen die Such- und Rettungsarbeiten fort. 17 Personen konnten bislang lebend geborgen werden – darunter zehn Dominikaner und sieben Haitianer –, nachdem sie versucht hatten, die Überfahrt zu wagen.

Unter den gescheiterten Reisenden befand sich auch ein Minderjähriger. Die meisten stammten aus Higüey, Peravia, María Trinidad Sánchez und dem Nationalen Distrikt. Das genaue Ziel ist nicht bekannt, doch wird vermutet, dass es sich um eine illegale Reise nach Puerto Rico handelte.

Die Geretteten wurden im Krankenhaus von Verón medizinisch versorgt, während parallel die Such- und Rettungsmaßnahmen nach dem in solchen Fällen vorgesehenen Protokoll weiterliefen.

Die Leichen der Opfer wurden zur Identifizierung in ein forensisches Zentrum im Osten des Landes gebracht.

Der Fall erregt besonderes Aufsehen, da illegale Ausreisen über diese Küstenregion zwar nicht neu sind, in letzter Zeit aber deutlich abgenommen haben – vor allem infolge der verschärften Migrationspolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump während seiner zweiten Amtszeit.

Hinzu kommt die wachsende Entmutigung vieler, da zahlreiche Dominikaner aus den USA oder Puerto Rico zurückkehren, wo zunehmend Razzien und Repressionen gegen Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus stattfinden – selbst gegen solche, die dort bereits viele Jahre leben.

An den Rettungsarbeiten beteiligen sich auch örtliche Fischer, Mitglieder des Zivilschutzes und weiterer Hilfsorganisationen.

Dieses Schiffsunglück reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle der letzten Jahre ein, die die enormen Risiken verdeutlichen, welche viele Menschen bei dem Versuch eingehen, das Land auf irregulärem Weg zu verlassen.

Die Behörden haben angekündigt, im Laufe der kommenden Stunden weitere Einzelheiten bekanntzugeben.