größte auf dem Seeweg in einem Boot beschlagnahmte Ladung

Sechs Männer wegen einer Ladung von mehr als zwei Tonnen mutmaßlichen Kokains festgenommen

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Die Nationale Drogenkontrollbehörde (DNCD) teilte mit, dass sie mit Unterstützung des Südkommandos der Vereinigten Staaten (U.S. Southern Command) eine Ladung von 2.049 Paketen — entsprechend mehr als zwei Tonnen — mutmaßlichen Kokains beschlagnahmt hat. Die Operation wurde vor der Küste der Gemeinde Baní in der Provinz Peravia durchgeführt.

Der Sprecher der Antidrogenbehörde, Carlos Devers, informierte, dass während des Einsatzes Euris López Flores, Yordan Lantigua Liriano, Melvin Rafael Ramírez Morales, Joel Alejandro Rodríguez Santana, Jonathan de la Rosa und Alexander Martínez Guzmán festgenommen wurden.

Die Gruppe befindet sich in der Gerichtsbarkeit von Baní in Haft, wo in den kommenden Stunden Zwangsmaßnahmen wegen Verstoßes gegen das Gesetz 50-88 über Drogen und kontrollierte Substanzen beantragt werden.

Details der Operation

Die Einsatzkräfte führten ein strenges Überwachungsdispositiv sowie eine intensive Verfolgung zu Luft, zu Wasser und zu Land durch, wodurch ein sogenanntes „Go-Fast“-Boot abgefangen werden konnte. Das Schnellboot bewegte sich in verdächtiger Weise mit den sechs Personen an Bord in Richtung dominikanische Küste.

Nach mehr als 15 Stunden ununterbrochener Verfolgung gelang es den Einheiten, das etwa 30 Fuß lange Boot mehrere Seemeilen südlich von Baní zu stoppen.

Im Inneren wurden 69 Ballen sichergestellt, die die 2.049 Pakete der Substanz enthielten, eingewickelt in Plastikfolien und mit unterschiedlichen Logos gekennzeichnet.

Herkunft und Logistik

Nach vorläufigen Berichten soll das Boot — ausgestattet mit zwei Außenbordmotoren mit jeweils 150 PS, ohne Namen oder Kennzeichen — aus Südamerika gekommen sein. Diese Vorgehensweise ist eine wiederkehrende Methode krimineller Netzwerke, um große Drogenladungen in das nationale Territorium einzuschleusen.

„Es handelt sich um die größte auf dem Seeweg in einem Boot beschlagnahmte Ladung, was einmal mehr das entschlossene Engagement der Regierung der Dominikanischen Republik im konsequenten Kampf gegen den Drogenhandel und die transnationale organisierte Kriminalität unterstreicht“, betonte die Institution.

Bilanz der Beschlagnahmungen

Die DNCD setzt mit Unterstützung der Streitkräfte, der Generalstaatsanwaltschaft und internationaler Kooperation die Stärkung ihrer operativen Kapazitäten fort. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 haben die Behörden mehr als 3,2 Tonnen verschiedener Betäubungsmittel beschlagnahmt.

Die sichergestellten Pakete wurden unter strenger Beweismittelkette an das Nationale Institut für Gerichtsmedizin (INACIF) übergeben, um Art und genaues Gewicht zu bestimmen.