Immobilienprojekt The Reef an der Playa Bonita

Staatsanwaltschaft stoppt Immobilienprojekt in Samaná wegen Umweltschäden

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Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass sie das Immobilienprojekt The Reef, S.R.L. in Samaná gestoppt hat, da es Feuchtgebiete beschädigte und Mangroven abgeholzt wurden, was einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Gesetzes 64-00 über Umwelt und natürliche Ressourcen darstellt.

Die Durchsuchung des Projekts, das sich in Punta Bonita, Las Terrenas, befindet, wurde von Staatsanwälten der Spezialstaatsanwaltschaft für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen (Proedemaren) durchgeführt.

Proedemaren erklärte, man habe folgende Umweltschäden festgestellt: das Auffüllen von Feuchtgebieten auf etwa 1,7 Meter Höhe, das Abholzen von drei Mangrovenarten, die Umleitung und Unterbrechung von Wasserläufen, die Zerstörung von Lebensräumen mit Fragmentierung des Ökosystems sowie den Bau eines Entwässerungskanals, unter anderem.

Zum Zeitpunkt der Beweissicherung – durchgeführt in Begleitung von Fachleuten der Umweltkommission der Universität UASD – befanden sich folgende Baumaschinen im Einsatz: eine Straßenwalze, zwei Raupenbagger, ein Kipp-LKW, zwei Bohrgeräte und weitere schwere Geräte.

Zudem wies die Behörde darauf hin, dass diese Maßnahmen gegen mehrere Gesetze verstoßen, darunter:

  • das allgemeine Umweltgesetz 64-00,
  • das Biodiversitätsgesetz 333-15,
  • das Gesetz des dominikanischen Fischerei- und Aquakulturrates 307-04,
  • sowie das forstwirtschaftliche Sektorengesetz 58-19.

„Die Bauarbeiten wurden gemäß Artikel 8 des Gesetzes 64-00 eingestellt, der festlegt, dass das Vorsorgeprinzip bei der öffentlichen und privaten Verwaltung von Umwelt und natürlichen Ressourcen Vorrang vor allen anderen Kriterien hat“, heißt es in der Mitteilung.