Der Tourismusminister David Collado erklärte, dass die Dominikanische Republik dem Phänomen des Sargassum-Algenbefalls mit Verantwortung und Bewusstsein begegne. Man erkenne die regionale Tragweite des Problems an und versichere, dass öffentliche Mittel transparent und effizient eingesetzt würden.
Er betonte, dass Präsident Luis Abinader das Thema kürzlich bei der internationalen Konferenz in Nizza, Frankreich, sowie in seiner wöchentlichen Ansprache an die Nation angesprochen habe. Dabei habe er die Dringlichkeit einer regionalen und wissenschaftlich fundierten Lösung hervorgehoben, um die Auswirkungen der Meeresalgen, die die Karibikküsten schwer beeinträchtigen, zu mildern.
„Dieses Problem haben wir seit unserem Amtsantritt im August 2020 mit Verantwortung übernommen. Wir haben ein Abkommen geerbt, dem zufolge der Staat und der Privatsektor jeweils sechs Millionen US-Dollar beisteuern sollten. Wir haben unseren Teil erfüllt und mit Asonahores ein Konto mit neun Millionen Dollar eingerichtet. Doch der Privatsektor hat seinen Beitrag bisher nicht geleistet“, erklärte Collado.
„Ich konnte keine 10 oder 15 Millionen US-Dollar der dominikanischen Bevölkerung in Technologien oder Ausschreibungen investieren, deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist. Bis heute gibt es keine endgültige Lösung gegen das Sargassum“, betonte er.
Die derzeitige Strategie umfasst manuelle Reinigungsmaßnahmen und Partnerschaften mit internationalen Organisationen. Collado kündigte an, dass die Interamerikanische Entwicklungsbank (BID) in diesem Monat drei Pilotprojekte in der Region mit nicht rückzahlbaren Mitteln in Höhe von insgesamt drei Millionen US-Dollar starten werde – eines davon in der Dominikanischen Republik.
„Wir werden neue Lösungen mit internationaler Unterstützung testen. Aber es muss klar sein: Dieses Phänomen hat seinen Ursprung nicht in der Dominikanischen Republik, und seine Lösung erfordert einen globalen Ansatz“, so Collado.
Er fügte hinzu: „Ich setze mich mit Leib und Seele dafür ein, dass die Dominikanische Republik weiterhin glänzt. Es geht nicht um Ämter, sondern um Ergebnisse. 2021 waren wir weltweit das Land mit der schnellsten touristischen Erholung, und große Hotelmarken setzen weiterhin auf uns – Four Seasons, St. Regis, Ritz-Carlton, Rosewood und W Hotels.“
„Danke, dass Sie uns nach Frankreich, Madrid, Deutschland und New York begleitet haben. Danke, dass Sie dem Tourismus unseres Landes uneigennützig Vertrauen schenken. Die Dominikanische Republik liegt im Trend, und wir werden weiter hart arbeiten, um sie an der Spitze zu halten“, fügte er hinzu.
Die Herausforderung des Sargassums bleibt bestehen, doch die dominikanischen Behörden betonen, dass keine vorschnellen Entscheidungen getroffen und keine öffentlichen Gelder ohne gesicherte Erfolgsaussichten ausgegeben werden. Stattdessen setzt das Land auf Zusammenarbeit, Innovation und Transparenz, um seine Küsten zu schützen und seine führende Position im karibischen Tourismus zu bewahren, wie RCN berichtet.
