Die Familie Espaillat hat am Donnerstag in einem offiziellen Kommuniqué bekannt gegeben, dass mehr als 40 Entschädigungs- und Unterstützungsvereinbarungen mit Überlebenden und Angehörigen der Todesopfer der Tragödie im Jet Set Club unterzeichnet wurden.
„Diese Vereinbarungen wurden ohne öffentliche Ankündigung oder Bedingungen geschlossen und notariell beglaubigt“, heißt es in der Erklärung. Sie umfassen sowohl finanzielle Kompensation als auch menschliche und juristische Unterstützung für die Hinterbliebenen, Verletzten und betroffenen Musiker.
Solidarisches Verhalten hervorgehoben
Laut dem Dokument wurden auch die Verteidiger von Antonio und Maribel Espaillat über die eingereichten Unterlagen informiert, in denen diese Vereinbarungen als Zeichen solidarischen Handelns dargestellt werden. Sie seien vor dem Abschluss des Ermittlungs- und Gerichtsverfahrens freiwillig getroffen worden – also ohne Druck oder gerichtliche Verpflichtung.
Wer hat unterschrieben?
Die Entschädigungsvereinbarungen wurden zwischen dem 2. Mai und dem 12. Juni 2025 unterzeichnet und richten sich gegen die Firma Inversiones E y L, S. R. L., der Eigentümerin des Jet Set Clubs. Im Dokument werden zahlreiche betroffene Personen und Familienmitglieder namentlich genannt, darunter:
- Simeón Mueses
- Yira Hernández Martínez
- Epifania López Sánchez
- Aura Rosario Soriano
- Winelys Medina Marte
- Ronny Darinel Taveras Minaya
- Kelvin Sterling Peralta Delgado
- Luz María Divina Peralta Delgado
- Miguel Antonio Brito
- Kirssy Guillermina Pérez Cruz de Álvarez
- Ramón de Jesús Álvarez Guerrero
Und viele weitere, darunter auch Familien wie die der Saavedra, Mariñez, Reyes und Mojica, sowie Einzelpersonen wie Junior Radhaméz Sánchez Pérez, Raúl Andrés Castro Valerio, Zulinka Yadhira Pérez Lizardo, Teófilo Blas Dimil Reyes Céspedes und Misael Abreu Cruz.
Inhalt der Vereinbarungen
Die Vereinbarungen beinhalten einen rechtlichen Verzicht auf weitere Forderungen, verbunden mit einer finanziellen Entschädigung für:
- körperliche und psychische Schäden
- medizinische Kosten
- sowie eine pauschale Abgeltung für erlittene Verluste.
Einordnung
Diese Erklärung erfolgt in einem sensiblen Moment, während das Ministerio Público Berufung gegen die milden Zwangsmaßnahmen gegen Antonio und Maribel Espaillat eingelegt hat. Die Familie Espaillat positioniert sich damit öffentlich als verantwortungsbewusst und kooperativ, was in der öffentlichen Debatte sowohl Zustimmung als auch Kritik hervorrufen dürfte – insbesondere angesichts der Schwere der Vorwürfe.
