Der vietnamesische Telekommunikationskonzern Viettel Global Investment (VGI) hat von der dominikanischen Telekommunikationsbehörde INDOTEL mehrere Frequenzblöcke erhalten und bereitet damit seinen Einstieg in den Mobilfunkmarkt der Dominikanischen Republik vor. Mit dem Vorhaben ist nach Angaben im Ausgangstext eine Investition von rund 500 Millionen US-Dollar verbunden.
Die Vergabe erfolgte im Rahmen der internationalen öffentlichen Ausschreibung LPI-001-2026 und wurde vom Verwaltungsrat des Instituto Dominicano de las Telecomunicaciones (INDOTEL) einstimmig beschlossen.
Viettel erhält unter anderem 40 MHz im Frequenzbereich 728 bis 748 MHz sowie weitere Blöcke in den Bändern 2300 bis 2400 MHz und 3600 bis 3700 MHz. Die Frequenzen sollen für öffentliche Telekommunikationsdienste genutzt werden. Die Konzession ist für einen Zeitraum von 20 Jahren ab Unterzeichnung des Vertrags vorgesehen.
INDOTEL-Präsident Guido Gómez Mazara erklärte, mit der Öffnung des Marktes solle mehr Wettbewerb geschaffen werden. Davon erhoffe sich die Behörde eine höhere Qualität der Telekommunikationsdienste und günstigere Angebote für die Verbraucher.
Der dominikanische Mobilfunkmarkt wird bislang vor allem von Claro, Altice und Viva geprägt. Viettel würde mit seinem Markteintritt somit als weiterer Wettbewerber hinzukommen.
Auch Claro erhielt im Rahmen der Ausschreibung zusätzliche Frequenzen. Der Compañía Dominicana de Teléfonos wurden 20 MHz im 700-MHz-Band zugeteilt. Diese Genehmigung gilt für die verbleibenden 15 Jahre der bestehenden Konzession des Unternehmens.
Nicht sämtliche angebotenen Frequenzen fanden einen Abnehmer. Die Ausschreibung für drei Blöcke im Bereich 1700 bis 2100 MHz wurde von INDOTEL für ergebnislos erklärt.
Viettel und Claro haben nun bis zu 75 Kalendertage Zeit, die vorgeschriebenen Erfüllungsgarantien vorzulegen, bevor die entsprechenden Verträge unterzeichnet werden können.
INDOTEL betonte nach eigenen Angaben die Transparenz des Vergabeverfahrens und verwies zugleich darauf, dass Entscheidungen öffentlicher Institutionen der gesellschaftlichen Kontrolle und Kritik unterliegen.
Hinweis: Im Ausgangstext wird Viettel als „dritter Mobilfunkanbieter“ bezeichnet, gleichzeitig werden Claro, Altice und Viva bereits als bestehende Anbieter genannt. Aufgrund dieses Widerspruchs wird Viettel hier neutral als weiterer Anbieter bezeichnet.
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