Von den insgesamt 424.390 Scheidungen, die zwischen 2005 und dem 27. Juli dieses Jahres bei den Standesämtern der Zentralen Wahlbehörde (Junta Central Electoral, JCE) registriert wurden, erfolgten 244.063 im gegenseitigen Einvernehmen. Diese Zahlen gab die JCE am Dienstag über ihre neue Plattform „Observatorio de Registro Civil“ bekannt.
Auf dem Portal werden auch andere Scheidungsgründe aufgeführt, darunter „Unvereinbarkeit der Charaktere“ sowie „sonstige Ursachen“.
Von 2005 bis heute wurden laut JCE 167.802 Scheidungen aufgrund von Unvereinbarkeit und 12.525 aus anderen Gründen verzeichnet.
Allein zwischen Januar und dem 27. Juli dieses Jahres ließen sich 15.115 Paare scheiden, davon 9.452 im gegenseitigen Einvernehmen.
Regionale Verteilung
Von den 424.390 Scheidungen seit 2005 führt der Distrito Nacional mit 105.721 Fällen die Statistik an, gefolgt von Santiago de los Caballeros mit 64.326, La Vega mit 21.513, San Francisco de Macorís mit 16.352, Bonao mit 14.195, Santo Domingo Este mit 14.065, Santo Domingo Norte mit 12.512, Santo Domingo Oeste mit 11.409 sowie San Pedro de Macorís mit 10.242.
Wenige Scheidungsfälle
Die niedrigsten Scheidungszahlen wurden in den Gemeinden Hondo Valle (Elías Piña) und Bohechío (San Juan) mit jeweils nur drei Scheidungen seit 2005 registriert. Es folgen das Distriktmunicipio Arroyo Salado (María Trinidad Sánchez) mit vier Scheidungen sowie El Llano (Elías Piña) und Cristóbal (Independencia) mit je sechs.
Weitere Gemeinden mit nur sieben registrierten Scheidungen in den vergangenen 21 Jahren sind Sabana Iglesia (Santiago), Pedro Santana (Elías Piña) und El Peñón (Barahona).
Einfluss der sozialen Netzwerke
Auch wenn nicht direkt in den Statistiken genannt, wird in einem ergänzenden Hinweis der Einfluss sozialer Netzwerke auf Eheprobleme betont: Nicht die Nutzung, sondern der Umgang mit den digitalen Medien könne sich negativ auf die Beziehung auswirken, insbesondere wenn das Smartphone ständige Präsenz im Familienleben einnimmt.
Neue Plattform für Zivilstandsdaten
Die JCE stellte am Dienstag offiziell ihre Plattform „Observatorio de Registro Civil“ vor, die statistische Daten zu Geburten, Scheidungen, Eheschließungen, Sterbefällen, Staatsbürgerschaften und weiteren Bereichen enthält.
Laut JCE-Präsident Román Jáquez Liranzo sollen die Daten künftig jeden Sonntag aktualisiert werden, damit die Bevölkerung wöchentlich auf dem neuesten Stand bleiben kann.
