Haupt-Wirtspflanzen der Weißen Fliege in der Dominikanischen Republik

Welches sind die Wirtspflanzen der Weißen Fliege?

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Die Weiße Fliege (Aleyrodidae), insbesondere die Art Bemisia tabaci, ist ein bedeutender Pflanzenschädling mit einer sehr breiten Wirtspflanzenpalette. Sie befällt über 600 verschiedene Pflanzenarten weltweit, insbesondere in tropischen und subtropischen Regionen. Zu den wichtigsten Wirtspflanzen gehören:

Haupt-Wirtspflanzen der Weißen Fliege in der Dominikanischen Republik

Gemüse- und Gartenbaukulturen

Diese werden am häufigsten befallen und sind wirtschaftlich relevant:

  • Tomate (Solanum lycopersicum) – besonders anfällig und stark betroffen.
  • Paprika / Chili (Capsicum spp.)
  • Aubergine (Solanum melongena)
  • Okra (Abelmoschus esculentus)
  • Kürbisgewächse:
    • Gurke (Cucumis sativus)
    • Zucchini
    • Melonen (Cucumis melo)
    • Wassermelone (Citrullus lanatus)

Feld- und Industriekulturen

  • Tabak (Nicotiana tabacum) – für Bemisia tabaci besonders attraktiv.
  • Baumwolle (Gossypium hirsutum) – selten, aber potenziell gefährdet.
  • Yuca / Maniok (Manihot esculenta)
  • Bohnen (Phaseolus vulgaris), Schwarzaugenbohnen, Mungbohnen
  • Mais (Zea mays) – in Ausnahmefällen, vor allem bei jungen Pflanzen.

Obstbäume und tropische Nutzpflanzen

  • Papaya (Carica papaya) – sehr empfindlich.
  • Guave (Psidium guajava)
  • Passionsfrucht / Chinola (Passiflora edulis) – wird zunehmend befallen.
  • Bananen / Kochbananen (Musa spp.) – bei starkem Druck möglich.
  • Mango (Mangifera indica) – selten stark befallen, eher sekundär.
  • Avocado – gelegentlich als sekundärer Wirt.
  • Zitrusfrüchte – selten, aber nicht ausgeschlossen.

Unkräuter und Wildpflanzen (Reservoirwirte)

Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Überdauerung in Zwischenzeiten:

  • Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)
  • Amarantgewächse (Amaranthus spp.)
  • Portulak (Portulaca oleracea)
  • Distelarten
  • Cassia-Arten – häufig in Feldrändern
  • Malvengewächse

Anmerkungen zur Bekämpfung in der Dominikanischen Republik

  • Das Ministerium für Landwirtschaft (Ministerio de Agricultura) setzt temporäre Anbauverbote (vedas) durch, um die Population einzudämmen, wie z. B. bei Paprika oder Bohnen in San Juan.
  • Integrierter Pflanzenschutz (IPM) ist empfohlen: Kombination aus Fruchtfolge, resistenten Sorten, Gelbtafeln, Nützlingen (z. B. Encarsia formosa) und kontrollierter chemischer Bekämpfung.
  • Plagenmanagement ist besonders wichtig in der Trockenzeit und bei Gewächshausanbau, da dort Populationen besonders schnell anwachsen.

Foto(s):almomento.net
Quelle:mehrere