bereits konkrete Wirkungen in der Grenzregion

Wirtschaftsministerium prüft Anträge für 90 Projekte im Rahmen des Grenzentwicklungsfördergesetzes

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Bis Mai dieses Jahres hat das Ministerium für Wirtschaft, Planung und Entwicklung (MEPyD) insgesamt 90 Projektvorschläge geprüft, die sich dem Förderregime des Gesetzes 12-21 unterstellen möchten. Von diesen wurden 84 Projekte bereits vom Rat für die Koordinierung der Sonderentwicklungszone der Grenzregion (CCDF) genehmigt.

Diese Information stammt aus dem jüngsten Bericht „Monitor de Frontera“, der regelmäßig vom Ministerium veröffentlicht wird und aktuelle Entwicklungen rund um die Sonderentwicklungszone der Grenzregion dokumentiert.

Zunahme neuer Projekte

Im Mai entfielen 36,9 % der eingereichten Anträge auf neue Projekte, was einen bedeutenden Zuwachs in der Projektpipeline für die Zone Especial de Desarrollo Integral Fronterizo darstellt.

Geografische Verteilung der genehmigten Projekte

Laut Bericht befinden sich fast 9 von 10 genehmigten Projekten im nördlichen Teil der Grenzregion. Die meisten davon liegen in:

  • Monte Cristi (64,3 %)
  • Santiago Rodríguez (13,1 %)
  • Dajabón (10,7 %)

Branchenverteilung

Die meisten der genehmigten Vorhaben entfallen auf folgende Sektoren:

  • Land- und Viehwirtschaft (42,9 %)
  • Verarbeitendes Gewerbe / Produktion (34,5 %)

Beschäftigungseffekte

Der Bericht schätzt, dass im Rahmen des neuen Förderregimes über 13.500 Arbeitsplätze entstehen könnten – mehr als unter dem früheren Gesetz 28-01, das zuvor galt.

Entwicklungsrelevanz der Projekte

Laut „Monitor de Frontera“ sind 70 % der Projekte mit den Entwicklungsprioritäten der jeweiligen Provinzen abgestimmt, wie sie von den Provincialen Entwicklungsräten definiert wurden.

Sozialverpflichtungen der Unternehmen

Gemäß Gesetz 12-21 und seiner Durchführungsverordnung müssen alle geförderten Unternehmen einen Plan de Compromiso Social (PCS) vorlegen. Dieser soll einen positiven sozialen Einfluss auf die lokalen Gemeinden nehmen, idealerweise abgestimmt auf deren spezifische Bedürfnisse.

Insgesamt belaufen sich die Mittel, die von den Unternehmen für diese sozialen Verpflichtungen vorgesehen wurden, auf RD$ 953,2 Millionen, was einem Durchschnitt von RD$ 11,3 Millionen pro Unternehmen entspricht.

Unterstützung und Standardisierung

Um die Wirkung der PCS-Pläne zu verbessern und ihre Umsetzung zu erleichtern, hat das Ministerium eine Leitlinie zur Ausarbeitung des Plan de Compromiso Social entwickelt. Zudem wurden begleitende Initiativen ins Leben gerufen, um die Unternehmen aktiv zu unterstützen und die Abstimmung mit lokalen Entwicklungsdiagnosen zu stärken.

Fazit:
Die Gesetzesinitiative 12-21 zeigt bereits konkrete Wirkungen in der Grenzregion, mit einer Vielzahl genehmigter Projekte, wachsender Beschäftigungsperspektiven und stärkerer Verankerung lokaler Entwicklungsziele. Die Einbindung von Sozialverpflichtungen und die geografische Konzentration in strukturschwachen Provinzen deuten auf eine gezielte Strategie zur Förderung nachhaltiger Entwicklung hin.