Der dominikanische Staat profitiert nach Einschätzung des Biologen Luis Carvajal nicht angemessen vom Goldabbau in der Mine Pueblo Viejo. Zugleich blieben finanzielle Verpflichtungen und langfristige Umweltrisiken teilweise beim Staat.
Carvajal, Koordinator der Umweltkommission der Autonomen Universität Santo Domingo (UASD) und Mitglied der dominikanischen Akademie der Wissenschaften, bezeichnete die Vertragsbedingungen zwischen dem Staat und Barrick Gold als nachteilig für das Land. Trotz der 2007 vorgenommenen Änderungen bestünden strukturelle Ungleichgewichte zwischen den Vertragspartnern fort.
Nach Ansicht des Biologen erhält der Staat keinen Anteil, der dem Anstieg des internationalen Goldpreises angemessen entspricht. Gleichzeitig müsse er finanzielle Verpflichtungen übernehmen, die durch den Bergbau entstehen. Carvajal verwies dabei insbesondere auf die Kosten der Wassernutzung, bestehende Umweltlasten und die Finanzierung der späteren Stilllegung des Minenbetriebs.
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