Gestaffelte Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst

Änderung der Arbeitszeiten im Verkehr verbessert Fahrzeit in Santo Domingo um 30 %

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Nach mehr als zwei Monaten der Umsetzung einer Maßnahme zur gestaffelten Gestaltung der Arbeitszeiten von Angestellten und Beamten meldet die Regierung Verbesserungen im Verkehrsfluss im Distrito Nacional.

Wie das Nationale Institut für Verkehr und Transportwesen (Intrant) gestern gegenüber der Zeitung Listín Diario mitteilte, sei eine „Verbesserung von über 30 % bei den Fahrzeiten“ der Autofahrer im zentralen Stadtgebiet festgestellt worden.

Dies erklärte Edgar Santana, Leiter der Abteilung für Mobilitätspläne beim Intrant, und betonte, dass die Hauptstadt seit Einführung der Maßnahme am 1. Juli positive Auswirkungen spüre.

„Wir haben festgestellt, dass es eine Verbesserung von über 30 % bei den Fahrzeiten gibt“, sagte er im Gespräch mit Reportern.

Nach offiziellen Angaben des Ministeriums für öffentliche Verwaltung (MAP), die ebenfalls gestern veröffentlicht wurden, nehmen derzeit rund 70.000 Angestellte aus 95 % der Institutionen im Großraum Santo Domingo an dem Plan teil. Dadurch, so der Fachmann, werde die Verkehrslast zu den Spitzenzeiten morgens und nachmittags spürbar entzerrt.

„Das hat dazu geführt, dass nicht alle Verkehrsteilnehmer gleichzeitig auf den Straßen unterwegs sind. Die Belastung verteilt sich auf die Stoßzeiten“, erklärte Santana.

Die Grundlage für diesen Erfolg sei eine Studie zur Bewertung des Verkehrsvolumens gewesen. Bisher konnte die Messung jedoch nicht wiederholt werden, da der Schulbetrieb für das neue Jahr gerade erst begonnen hat. Santana kündigte an, dass die Erhebung nach der vollständigen Wiederaufnahme des Unterrichts im zentralen Stadtgebiet erneut durchgeführt werde.

Gestaffelte Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst

Die Initiative teilt die Angestellten des Staatsapparates in zwei Gruppen:
– Eine Gruppe beginnt um 7:00 Uhr morgens und endet um 15:00 Uhr.
– Die andere Gruppe arbeitet von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr.

Institutionen, die monatlich mehr als 2.000 Bürgerkontakte haben, müssen zwei Schichten einrichten:
– Die erste von 7:00 bis 14:00 Uhr.
– Die zweite von 14:00 bis 21:00 Uhr.

Zudem schreibt die Verordnung des MAP vor, dass 70 % des Personals einer Institution einem der beiden Zeitpläne zugeordnet werden müssen. Die restlichen 30 % können im regulären Zeitplan bleiben oder so arbeiten, wie es die jeweilige Einrichtung bestimmt.

Die Maßnahme soll den Verkehr in Santo Domingo langfristig entlasten und gleichzeitig die öffentliche Verwaltung flexibler gestalten.