Schüler bleiben ohne Unterricht

Der Dominikanische Lehrerverband (ADP) äußerte seine Besorgnis über den Rückschritt bei der Ganztagsschule in mehreren Bildungseinrichtungen im ganzen Land.

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Eduardo Hidalgo, Präsident der ADP, erklärte, dass 188 Schulen gezwungen waren, die Ganztagsbetreuung aufzugeben und zur alten Form der Doppelschicht zurückzukehren – bedingt durch den Mangel an Verwaltungs- und Lehrpersonal.

„Zu bestimmten Tageszeiten gibt es keine Lehrer, und die Schüler müssen allein in den Schulen bleiben oder die Eltern sie abholen, weil es an Personal fehlt“, so Hidalgo. Er fügte hinzu, dass gemeinsam mit dem Bildungsministerium eine Datenbank mit geeigneten Lehrkräften geschaffen worden sei, damit diese im Laufe des Schuljahres den Unterricht aufnehmen können.

Hidalgo präzisierte, dass trotz der schwierigen Bedingungen in manchen Schulen beschlossen wurde, den Unterricht zu beginnen, damit die Schüler dieses Schuljahr nicht verlieren. Im weiteren Verlauf sollen die Behörden die Klassenzimmer entsprechend ausstatten.

„Dass Schüler in einem Umfeld lernen müssen, das ihrer Bildung nicht förderlich ist, verletzt ihr Recht auf Bildung. Wir sind sehr besorgt, dass Schulen und Bildungseinrichtungen nicht über ausreichend Lehrer und Unterstützungspersonal verfügen“, erklärte er bei einer Pressekonferenz im ADP-Hauptsitz.

Schüler bleiben ohne Unterricht

Einen Monat nach Beginn des Schuljahres 2025/26 erklärte Hidalgo, dass mindestens 400.000 Schüler ohne Unterrichtsplatz geblieben seien.

Davon entfallen 200.000 auf Kinder zwischen 3 und 5 Jahren, der Rest betrifft Schüler ab 5 Jahren bis zur Sekundarstufe.

Außerdem habe 10 % der Schüler den Unterricht nicht aufnehmen können, da die Einrichtungen, an denen sie eingeschrieben sind, erhebliche Mängel aufweisen.

Landesweit seien 58 % der Bildungseinrichtungen – insgesamt rund 1.200 – in einem so schlechten Zustand, dass sie dringend saniert werden müssten.

Die ADP bekräftigte ihr Engagement für eine öffentliche Bildung, die qualitativ hochwertig, inklusiv und gerecht ist. Man werde weiterhin für die Würde von Lehrern und Schülern eintreten und für angemessene Bedingungen zum Lehren und Lernen kämpfen.

Zu den Vorschlägen der Gewerkschaft zählen die konsequente Umsetzung des 4%-Bildungsbudgets in Bezug auf angemessene Räume, Lernmittel und Material für alle Schüler.

Ein weiteres Ziel sei die Entwicklung von soliden Prozessen zur Überwachung und Evaluierung der Bildungsausgaben – mit Wirkungsindikatoren und Rückmeldemechanismen, um das Budget an die tatsächlichen Ergebnisse anzupassen.

Darüber hinaus wolle man ein umfassendes Programm zur Schaffung und Verbesserung von Schulinfrastrukturen mit Beteiligung der Schulgemeinschaft fördern sowie ein dauerhaftes System für die Instandhaltung der Einrichtungen etablieren.