Uber galt in der Dominikanischen Republik über Jahre hinweg als Symbol für Modernität, Effizienz und Sicherheit. Doch in jüngster Zeit berichten zahlreiche Nutzer über einen deutlichen Rückgang der Servicequalität – darunter schlecht gewartete Fahrzeuge, mangelhafter Kundenservice und Probleme bei der Abrechnung.
Mel Curiel, Nutzer der App in Santo Domingo, schildert, dass er in letzter Zeit oft Fahrten in Autos ohne Klimaanlage und mit schmutzigem Innenraum überstehen musste:
„Ich bin in Autos ohne Klimaanlage gefahren – einmal roch es sogar stark nach nassem Hund“, sagte er.
Zudem äußerte er Besorgnis über die mangelnde Aufmerksamkeit mancher Fahrer:
„Ich fuhr von San Isidro ins Stadtzentrum, und der Fahrer war dabei einzuschlafen. Ich musste ihn während der gesamten Fahrt wachhalten“, erinnerte er sich.
Auch Marileidy Puntier erlebte eine unangenehme Fahrt – sie kam durchnässt an, weil der Wagen keine Klimaanlage hatte, die Fenster geöffnet waren und ein anderes Fahrzeug sie von der Seite mit Wasser bespritzte.
Ivannesa Guzmán kritisierte ebenfalls den Zustand der Fahrzeuge: Bei mehreren Fahrten sei ein unangenehmer Geruch im Innenraum kaum auszuhalten gewesen.
Abrechnungsprobleme
Leurys de Jesús beschloss, Uber nicht mehr zu nutzen, nachdem es wiederholt zu Problemen mit der Bezahlung kam. Trotz geleisteter Zahlungen wurden einige Fahrten als unbezahlte Rechnungen angezeigt.
„Ich nutze Uber nicht mehr, weil mich die Fahrer betrogen haben. Ich habe das oft gemeldet, aber es ist nichts passiert. Jetzt habe ich ein offenes Guthaben von 400 Pesos, das bezahle ich sicher nicht“, so sein verärgerter Kommentar.
Auch andere Bürger bemängeln, dass der Dienst inzwischen nicht einmal mehr die grundlegenden Qualitätsstandards erfüllt. Fahrer würden willkürlich Fahrten absagen, auf Barzahlung bestehen und Sicherheits- oder Hygienestandards nicht einhalten.
Kritik von Fahrerseite
Confesor Brito, ein Uber-Fahrer, berichtete seinerseits über Schwierigkeiten im Alltag. Die Unsicherheit habe zugenommen, und das Verhalten der Passagiere habe sich verändert.
„Es ist gefährlich geworden. Manche bestellen eine Fahrt und tauchen dann einfach nicht auf“, erklärte er.
Außerdem kritisierte er, dass viele Fahrgäste während der Fahrt spontane Zwischenstopps einlegen, diese aber nicht in der App registrieren, was zu Frustration und Zeitverlust führt.
Die zunehmende Kritik von beiden Seiten – Nutzern wie Fahrern – wirft Fragen über die Zukunft und das Management der Plattform in der Dominikanischen Republik auf.
