Neue Logistikzentren für den Grenzhandel

Dominikanische Republik plant Trockenhäfen an der Grenze zu Haiti

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Die Dominikanische Republik treibt den Aufbau sogenannter Trockenhäfen in vier Grenzprovinzen zu Haiti voran. Die geplanten Logistikzentren sollen den Außenhandel modernisieren, Zollprozesse beschleunigen und die wirtschaftliche Entwicklung in der Grenzregion stärken.

Vorgesehen sind Standorte in Dajabón, Elías Piña, Independencia und Pedernales. Grundlage ist das Dekret 166-26, das Planung, Finanzierung, Bau, Ausstattung, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen zu einem Vorhaben von hohem nationalem Interesse erklärt.

Außenminister Víctor Bisonó leitete dazu eine erste hochrangige Koordinierungssitzung. Nach seinen Angaben umfasst das Projekt deutlich mehr als den Bau neuer Infrastruktur. Notwendig sei eine abgestimmte Zusammenarbeit staatlicher Stellen in den Bereichen Handel, Zollkontrolle, Grenzsicherheit, Investitionen, Logistik und Außenpolitik.

Comendador–Belladère als Pilotprojekt

Als möglicher erster Teststandort wurde der Grenzkorridor Comendador–Belladère genannt. Dort sollen Erfahrungen gesammelt werden, die später auf weitere Grenzübergänge übertragen werden könnten.

Die Trockenhäfen sollen als landgestützte Logistikzentren funktionieren und nach den Vorschriften sogenannter primärer Zollzonen betrieben werden. Ziel ist es, Import- und Exportvorgänge effizienter abzuwickeln und Warenströme an der Grenze besser zu organisieren.

Nach den Vorgaben des Dekrets sollen das Außenministerium, das Ministerium für Industrie, Handel und kleine und mittlere Unternehmen sowie die Zollbehörde mit den zuständigen haitianischen Institutionen zusammenarbeiten. Gemeinsam sollen strategisch wichtige Grenzbereiche für den internationalen Handel identifiziert und abgestimmt werden.

An der ersten Sitzung nahmen Vertreter verschiedener staatlicher Institutionen sowie Wirtschaftsorganisationen teil. Beteiligt waren unter anderem Bereiche aus Zoll, Steuern, Handel, Logistik, Investitionen, Freihandelszonen und Wettbewerbsförderung.

Die Regierung verbindet das Projekt mit dem übergeordneten Ziel, die Dominikanische Republik als regionalen Logistikstandort weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sollen neue wirtschaftliche Impulse für die bislang strukturschwächeren Grenzregionen entstehen.

Weitere Entwicklungen zu Infrastruktur, Handel und staatlichen Wirtschaftsprojekten finden Sie im Ressort Staat und Politik.