Zum Jahresende 2024 blieb die Dominikanische Republik der führende Kaffeeexporteur in der Karibik und war für 89,8 % der gesamten Kaffeeexporte der Region verantwortlich, die einen Gesamtwert von 37,1 Millionen US-Dollar erreichten. Jamaika und Trinidad und Tobago belegten mit Marktanteilen von 7,6 % bzw. 2,1 % den zweiten und dritten Platz, während Kuba und Haiti lediglich mit 0,3 % bzw. 0,1 % beitrugen.
Ein Bericht des Ministeriums für Industrie, Handel und kleine und mittlere Unternehmen (MICM) hebt hervor, dass die Exporte von Kaffeeerzeugnissen aus der Dominikanischen Republik zwischen 2015 und 2024 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 28,6 % verzeichneten – von 3,9 Millionen US-Dollar im Jahr 2015 auf 37,1 Millionen US-Dollar im Jahr 2024. Dieses Wachstum ist vor allem auf die international anerkannte Qualität des dominikanischen Kaffees zurückzuführen.
Laut den analysierten Daten entfielen 99,8 % der gesamten Exporte in diesem Zeitraum auf Produkte unter dem Zollregime der vorübergehenden Einfuhr und dem nationalen Regime. Exporte aus Freihandelszonen und anderen Regimen machten lediglich 0,2 % aus.
Der Bericht betont außerdem, dass im Jahr 2022 ein beispielloses Exportwachstum verzeichnet wurde – ein Anstieg um 254 % gegenüber dem Vorjahr, was über 4.400 zusätzliche Tonnen Kaffee bedeutete. Dieser sprunghafte Anstieg wurde durch eine gestiegene internationale Nachfrage begünstigt, die unter anderem durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die weltweite Agrarproduktion ausgelöst wurde.
Im Jahr 2023 kam es jedoch zu einem deutlichen Rückgang der Exporte im Vergleich zum Vorjahr, was auf die gestiegene Kaffeeproduktion in Ländern wie Brasilien und in Mittelamerika zurückgeführt wurde – dies veränderte das Marktgefüge erheblich.
Trotz dieses vorübergehenden Rückschlags verzeichneten die Exporte im Jahr 2024 eine starke Erholung mit einem Anstieg von 137 % – dem bisher höchsten registrierten Wert. Dieser Zuwachs ist unter anderem auf klimatische Effekte des Wetterphänomens El Niño zurückzuführen, das in bedeutenden Erzeugerländern wie Brasilien, Vietnam, Ghana und der Elfenbeinküste zu Dürreperioden führte.
„Im Fall der Dominikanischen Republik wirkte sich dies positiv auf unsere Kaffeeexporte aus und erhöhte das Exportvolumen von 2.618,1 Tonnen im Jahr 2023 auf 5.876,1 Tonnen im Jahr 2024“, heißt es im Bericht des MICM.
