Im bisherigen Verlauf des Jahres 2025 wurden im Land laut Einträgen des Standesamts der Zentralen Wahlbehörde (JCE) bereits 29.904 Todesfälle registriert. Nach Angaben der Innenministerin Faride Raful sind viele dieser Todesfälle auf Verkehrsunfälle zurückzuführen.
In einem Interview in der Fernsehsendung El Día auf Telesistema erklärte sie: „Allein am vergangenen Wochenende ereigneten sich 1.027 Verkehrsunfälle, mit über 800 Verletzten – 19 Menschen kamen dabei ums Leben.“
Sie betonte erneut, dass heutzutage mehr Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen als durch kriminelle Handlungen oder Konflikte:
„Die Menschen sterben eher bei Verkehrsunfällen als durch Gewaltverbrechen. In den Nachtstunden von Freitag bis Sonntag sind bei rund 75 % – manchmal auch 70 oder 65 % – der Unfälle Motorräder involviert“, so Raful.
Laut den Daten des Zivilstandsregister-Observatoriums der JCE wurden zwischen Januar und dem 27. Juli dieses Jahres 1.362 Todesfälle infolge von Verkehrsunfällen gemeldet.
Bis Mai 2025 verzeichnete die Generaldirektion für Landverkehr (Digesett) 616 Todesopfer, bei denen das genutzte Transportmittel ein Motorrad war.
Faride Raful betonte, dass diese Daten dem Innenministerium helfen, gemeinsam mit anderen Institutionen Sicherheitspläne zum Schutz der Bevölkerung zu entwickeln.
Sie wies darauf hin, dass die Autopista Duarte zu den Straßen mit den meisten Unfällen im Land zählt. Besonders betroffen seien die Provinzen Großraum Santo Domingo, La Altagracia, San Cristóbal und La Vega.
Zudem erläuterte sie, dass sich das Ministerium stark auf die Reduzierung sozialer Konflikte konzentriert, da über 60 % der im Land begangenen Tötungsdelikte auf zwischenmenschliche Auseinandersetzungen zurückzuführen seien.
Das dominikanische Standesamt verzeichnete außerdem im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 27. Juli 2025 insgesamt 487 Todesfälle, bei denen die Ursache offiziell als Tötungsdelikt eingetragen wurde.
