Der Faro a Colón ist stark mit Pilzen und Bakterien belastet, und sein Weiterbetrieb stelle ein Gesundheitsrisiko für die Besucher dar, so ein Bericht eines Mediums, das eine „sofortige vorübergehende Schließung“ fordert.
Die Enthüllung wurde von der Zeitung Panorama veröffentlicht, deren Generaldirektor der Journalist Miguel Medina und deren Direktorin Kirsis Díaz ist. Grundlage bildet eine Studie, die von den Laboratorios Franja im bekannten Monument durchgeführt wurde.
Unter Einsatz dreier verschiedener Verfahren zur Isolierung von Mikroorganismen (israelisch, deutsch und französisch) entnahm das Labor Proben im Innen- und Außenbereich des Faro. Dabei wurden Verunreinigungen mit den Bakterien und Pilzen Fusarium, Aspergillus, Cladosporium und Bacillus festgestellt.
„Es wurde eine starke Häufung von Schimmel festgestellt, die dramatische Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben kann – von allergischen Reaktionen über schwere Atemwegserkrankungen bis hin zu chronischer Belastung. Viele dieser Pilze produzieren Mykotoxine, die Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen verursachen und in den meisten Fällen verschiedene Krebsarten auslösen können“, erklärte Dr. Frank Reyes, Leiter der Laboratorios Franja.
Höchste Belastung in den Ausstellungssälen
Besonders auffällig war, dass die höchste Konzentration giftiger Schimmelpilze in den Ausstellungssälen des Museums festgestellt wurde, dem drittmeistbesuchten des Landes. (Nach Angaben der Generaldirektion der Museen erhielt es im ersten Quartal 2024 insgesamt 14.117 Besucher, im gleichen Zeitraum 2025 waren es 13.320.)
„Diese Säle gelten als Becken für stehende Luft, in denen sich Sporen in hoher Zahl verbreiten, was auch die Gesundheit des dortigen Personals beeinträchtigen muss. Dramatisch ist zudem, dass viele der ausgestellten Stücke (Reliquien) sichtbare Schäden aufweisen“, so Dr. Reyes, der außerdem warnt, dass besonders die Beschäftigten des Denkmals gefährdet seien, da sie dort die meiste Zeit verbringen.
Beobachtetes „Nervössein“
Panorama berichtet weiter, dass zwei vereinbarte Interviews mit dem Museumsdirektor Eliezer Nolasco Jiménez kurzfristig abgesagt wurden, obwohl das Presseteam bereits vor Ort war. Man habe zudem ein deutliches Nervössein beim Personal bemerkt sowie das Bemühen, den Zugang zu den Ausstellungssälen zu verhindern.
„Eine Quelle teilte uns mit, dass eine Angestellte nach dem Betreten dieser Säle ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und ihre Gesundheit stark beeinträchtigt war, ohne weitere Details preiszugeben. Außerdem erfuhren wir, dass Kulturminister Roberto Ángel Salcedo die Einrichtung besucht habe – ausgerüstet mit Schutzkittel, Handschuhen und Maske.“
