Die dominikanische Regierung hat das Gelände, auf dem sich das ehemalige Hotel Santo Domingo befindet, per Dekret 214-24 als von öffentlichem Interesse erklärt. Das traditionsreiche Gebäude steht seit 2013 leer, befindet sich in einem fortgeschrittenen Zustand des Verfalls und soll in den kommenden Wochen abgerissen werden.
Das Grundstück, das der Firma Costasur Dominicana gehört – einer Tochtergesellschaft der Central Romana Corporation –, soll für den Bau des neuen Kongresszentrums von Santo Domingo genutzt werden. Dieses Projekt gilt als vorrangig für die touristische und veranstaltungsbezogene Entwicklung der Hauptstadt und wird in Zusammenarbeit mit dem spanischen Messeveranstalter IFEMA geplant.
Das betroffene Areal umfasst rund 67.000 Quadratmeter an der Kreuzung der Avenidas George Washington und Abraham Lincoln. Laut aktuellen Verhandlungen beabsichtigt die Regierung, etwa 34.000 Quadratmeter davon zu nutzen.
Die Entscheidung, das Projekt vom ursprünglich vorgesehenen Standort des ehemaligen Hotels Hispaniola – der wegen rechtlicher Auseinandersetzungen aufgegeben wurde – auf dieses Grundstück zu verlegen, soll dazu beitragen, ein strategisch wichtiges städtisches Gebiet zurückzugewinnen und den Malecón von Santo Domingo durch ein Großprojekt mit starker öffentlicher Wirkung wiederzubeleben.
Mit dem bevorstehenden Abriss geht ein Kapitel der Hotelgeschichte Santo Domingos zu Ende. Zwar verschwindet ein physisches Bauwerk, doch sein symbolischer Wert bleibt bestehen – als Zeugnis touristischen Glanzes, nationalen Designs in großem Maßstab und einer Ära, in der das Land den Anspruch hatte – und manchmal auch erreichte –, sich mit Eleganz der Welt zu präsentieren.
