Die Generalstaatsanwältin Yeni Berenice Reynoso hat sich für modernere und innovativere Ermittlungsansätze bei Umweltverbrechen ausgesprochen. Diese Delikte gelten in der Dominikanischen Republik laut Gesetz 155-17 auch als Vortaten zur Geldwäsche.
Die Forderung äußerte sie im Rahmen eines internationalen Forums zum Schutz der Wildtierbestände, das vom US-Außenministerium gemeinsam mit internationalen Organisationen in Santo Domingo organisiert wurde. Vertreter mehrerer Länder tauschten sich dort über Strategien zur Bekämpfung von Umweltkriminalität aus.
Reynoso betonte, dass Umweltvergehen nicht als zweitrangige Straftaten betrachtet werden dürften. Schäden an Natur und Biodiversität seien kein isoliertes Problem, sondern hätten direkte Auswirkungen auf Sicherheit, Wirtschaft und Gesellschaft.
Kriminelle Netzwerke nutzten häufig dieselben Strukturen für unterschiedliche illegale Aktivitäten. Dazu zählen unter anderem Drogenhandel, illegaler Tierhandel und Umweltvergehen. Laut Reynoso greifen diese Gruppen auf identische Routen, Kontakte und Methoden zurück.
Besonders kritisch seien die Auswirkungen chemischer Substanzen, die im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten eingesetzt werden. Diese könnten erhebliche Schäden an Ökosystemen und Wildtierbeständen verursachen.
Auch Vertreter der Sicherheitskräfte unterstrichen die Bedeutung des Themas. Umweltkriminalität sei eng mit Fragen der nationalen Sicherheit verknüpft und erfordere koordinierte Maßnahmen.
Das Forum diente dem Austausch von Erfahrungen und der Stärkung von Ermittlungs- und Justizkapazitäten im Umgang mit grenzüberschreitender organisierter Kriminalität. Im Fokus standen unter anderem Finanzermittlungen, internationale Kooperation sowie neue Ansätze zur Strafverfolgung.

