Streit um TV-Kanal eskaliert

Telemicro fordert Eingreifen im Streit um Kanal 3

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Die Grupo de Medios Telemicro hat Präsident Luis Abinader dazu aufgerufen, im Konflikt um die Nutzung des Fernsehsenders Kanal 3 einzugreifen. Gleichzeitig richtet sich die Forderung an die Regulierungsbehörde Instituto Dominicano de las Telecomunicaciones (Indotel) und deren Präsident Guido Gómez Mazara, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.

In einer Stellungnahme erklärte Telemicro, dass sowohl die Fünfte Kammer des Verwaltungsgerichts als auch die Suprema Corte de Justicia die Eigentumsrechte des Medienunternehmens am Kanal 3 bestätigt hätten. Diese würden seit 1994 bestehen.

Auslöser des aktuellen Konflikts ist laut Telemicro der Versuch der Unternehmen Franasyl und ACD Media, die Nutzung des Kanals zu übernehmen. Beide stehen unter der Leitung des Journalisten Danny Alcántara, der früher für Telemicro tätig war.

Nach Angaben des Unternehmens hatte Indotel mit der Resolution 027 vom März 2025 entschieden, die endgültige Klärung des Falls der Justiz zu überlassen. Gleichzeitig sei festgelegt worden, dass keine der beteiligten Parteien den Kanal nutzen oder bewerben dürfe, solange keine abschließende Entscheidung vorliegt.

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Telemicro wirft den konkurrierenden Unternehmen vor, sich trotz dieser Vorgaben nicht an die Einschränkungen zu halten. Zugleich kritisiert der Konzern das Verhalten von Indotel und spricht von einer „fragwürdigen Untätigkeit“, die letztlich dazu führe, dass andere Akteure unrechtmäßig vom Betrieb des Kanals profitieren könnten.

Zur Untermauerung seiner Position verweist Telemicro auch auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts vom November 2025, in der das Vorgehen des Indotel-Direktoriums scharf kritisiert worden sei.

Der Medienkonzern fordert daher ein klares Eingreifen der Regierung, um die Einhaltung der Gesetze sicherzustellen und den seit Jahren andauernden Streit um die Nutzung des Kanals endgültig zu klären.