Der illegale Handel mit Medikamenten in der Dominikanischen Republik ist weit mehr als ein Problem einzelner Angebote in sozialen Netzwerken. Hinter vielen scheinbar privaten Verkaufsanzeigen stehen nach Angaben von Behörden und Branchenorganisationen komplexe Strukturen aus Schmuggel, gefälschten Produkten, illegaler Lagerung, informellen Vertriebswegen und teils internationalen Verbindungen.
In den vergangenen Monaten haben dominikanische Behörden mehrfach größere Mengen illegaler oder mutmaßlich gefälschter Medikamente beschlagnahmt. Anfang Mai meldeten das Ministerium für Industrie, Handel und Mipymes, das Spezialkorps CECCOM und die Gesundheitsbehörde DIGEMAPS die Sicherstellung von Medikamenten im Wert von mehr als 31 Millionen Pesos in der Provinz Espaillat. Darunter befanden sich Produkte ohne Gesundheitsregistrierung, abgelaufene Medikamente und Waren, die unter irregulären Bedingungen gelagert worden sein sollen.
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