Illegale Tankstelle entdeckt

San Juan: Behörden schließen illegale Tankstelle mit Erdtanks

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Das dominikanische Ministerium für Industrie, Handel und Mipymes (MICM) hat gemeinsam mit dem Cuerpo Especializado de Control de Combustibles y Comercio de Mercancías (Ceccom) mehrere Einsätze in San Juan de la Maguana und San Cristóbal durchgeführt. Dabei wurden Kraftstoffe, Ausrüstung und Waren im Wert von fast zwei Millionen Pesos beschlagnahmt.

Im Distrikt Sabaneta in der Provinz San Juan de la Maguana entdeckten Ceccom-Einheiten bei einer Durchsuchung eine illegale Tankstelle. Der Einsatz erfolgte in Begleitung des Richters Adolfo Féliz Pérez.

Nach Angaben der Behörden betrieb die Station den Verkauf von Kraftstoffen ohne reguläre Genehmigung. Vor Ort wurden zwei unterirdisch verbaute Metalltanks mit einer Kapazität von jeweils 5.000 Gallonen beschlagnahmt. Außerdem fanden die Einsatzkräfte eine Zapfanlage mit Schläuchen und Zapfpistolen.

Die Anlage war unter einer Überdachung verborgen, offenbar um nicht entdeckt zu werden.

Der Wert der beschlagnahmten Ausrüstung und Kraftstoffe beläuft sich nach Behördenangaben auf RD$1.136.150. Tanks, Geräte und Kraftstoffe wurden unter militärischer Bewachung zum Hauptsitz des Ceccom gebracht und dort der Abteilung für rechtliche Verwahrung übergeben.

Parallel dazu kontrollierten Ceccom-Einheiten in der Provinz San Cristóbal gemeinsam mit Pro-Consumidor, der Steuerbehörde DGII, der Kriminalitätsaufklärung Dintel und der Verkehrssicherheitsbehörde Digesett das Geschäft „Randy Comercial“.

Bei diesem Einsatz wurden insgesamt 4.956 irreguläre Produkte beschlagnahmt. Darunter befanden sich 1.347 Einheiten gefälschter alkoholischer Getränke mit einem geschätzten Wert von rund RD$500.000.

Zusätzlich stellten die Behörden 3.609 Lebensmittelprodukte sicher, verteilt auf 52 Säcke. Diese waren nach Angaben der Einsatzkräfte abgelaufen, verunreinigt oder inhaltlich verfälscht. Ihr geschätzter Wert liegt bei RD$300.000.

Die rechtliche Abwicklung erfolgte entsprechend der Zuständigkeiten der beteiligten Institutionen. Pro-Consumidor übernahm die Sicherstellung der verderblichen Waren. Das Ceccom brachte die alkoholischen Getränke zu seinem Hauptsitz.

Nach Einschätzung der Behörden weisen die Einsätze auf direkte Verstöße gegen das Gesetz Nr. 17-19 zur Bekämpfung von illegalem Handel, Schmuggel und Fälschung regulierter Produkte hin. Zudem werden Verstöße gegen das allgemeine Gesundheitsgesetz Nr. 42-01 angeführt.

Das MICM erklärte, die Maßnahmen seien Teil der staatlichen Bemühungen, Verbraucher zu schützen und den legalen Handel zu stärken.

Bereits im März hatten das MICM und die Geheimdienstdirektion des Ceccom Kontrollen in Colmados und anderen zuvor identifizierten Risikogeschäften durchgeführt. Dabei wurden nach Behördenangaben mehr als 2,3 Millionen gefälschte oder irreguläre Artikel aus dem Verkehr gezogen.

Im Rahmen dieser Einsätze wurden 189 Geschäfte überprüft, 19 Durchsuchungen durchgeführt und 15 Personen festgenommen.

Für das Jahr 2025 meldete das Ceccom die Beschlagnahme und Vernichtung von 375.231 illegalen Produkten. Zwischen Januar und März 2026 wurden zudem 8.237.178 Zigaretteneinheiten, 39.089 Medikamente, 29.488 Einheiten sexueller Stimulanzien, 43.561 Flaschen Alkohol und 8.503 Liter verfälschter Clerén beschlagnahmt.

Die Behörde hob außerdem hervor, dass in den vergangenen fünf Jahren keine Todesfälle durch den Konsum von verfälschtem Alkohol registriert worden seien.