Einfuhren steigen seit Jahren deutlich

Agrarimporte steigen stark – Produzenten sehen sich im Nachteil

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Die Einfuhren von Agrar- und agroindustriellen Produkten in die Dominikanische Republik sind innerhalb von sechs Jahren deutlich gestiegen. Nach Berechnungen der Ökonomin Mercedes Carrasco auf Grundlage von Daten der dominikanischen Zollbehörde DGA erhöhte sich ihr Wert zwischen 2019 und 2025 um 78,49 Prozent.

Demnach stiegen die Importe von 3,131 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 auf 5,588 Milliarden US-Dollar 2025. Carrasco sieht darin eine zunehmende Belastung für die heimische Landwirtschaft und spricht von ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen dominikanischen Produzenten und Importwaren.

Besonders deutlich beschleunigte sich die Entwicklung ab 2021. Nachdem die Einfuhren 2020 mit 3,166 Milliarden US-Dollar noch nahezu auf dem Niveau des Vorjahres lagen, stiegen sie 2021 auf 4,078 Milliarden und 2022 auf 5,215 Milliarden US-Dollar.

2023 gingen die Importe vorübergehend auf 5,061 Milliarden US-Dollar zurück. Danach setzte sich der Anstieg jedoch fort: 2024 wurden Agrar- und agroindustrielle Waren im Wert von 5,352 Milliarden US-Dollar eingeführt, 2025 waren es 5,588 Milliarden US-Dollar.

Damit erreichten die Importe 2025 den höchsten Wert innerhalb der von Carrasco vorgelegten Zahlenreihe. Gegenüber 2024 entspricht dies einem weiteren Anstieg um 4,4 Prozent beziehungsweise 236,89 Millionen US-Dollar.

Nach Einschätzung der Ökonomin verschärfen insbesondere unterschiedliche steuerliche und zollrechtliche Bedingungen den Wettbewerbsdruck. Importierte Produkte könnten teilweise von Zollvorteilen profitieren, während dominikanische Produzenten höhere Belastungen tragen müssten. Dadurch werde ihre Wettbewerbsfähigkeit bei Preisen und langfristiger Produktion eingeschränkt.

Carrasco verweist dabei auch auf die 2022 eingeführte Regelung des sogenannten „Arancel 0“, mit der für 67 Produkte zeitweise Zölle ausgesetzt beziehungsweise reduziert wurden. Nach ihrer Einschätzung habe diese Maßnahme den längerfristigen Anstieg der Agrarimporte nicht gebremst.

Insgesamt nahm der Wert der Agrar- und agroindustriellen Einfuhren zwischen 2019 und 2025 um rund 2,46 Milliarden US-Dollar zu. Für Carrasco ist diese Entwicklung ein zunehmender wirtschaftlicher Druck auf die heimische Landwirtschaft.

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Beitragsbild(er):elnacional.com.do