Bezahlbarer Wohnraum wird schwieriger

Hohe Grundstückskosten bremsen günstigen Wohnungsbau in Santo Domingo

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Hohe Grundstückspreise erschweren nach Einschätzung von Projektentwicklern den Bau preisgünstiger Wohnungen im Großraum Santo Domingo. Besonders im Distrito Nacional sei es inzwischen schwierig, Projekte zu realisieren, bei denen der Verkaufspreis einer Wohnung unter der für günstigen Wohnraum angesetzten Grenze bleibt.

Carlos Bonilla, Präsident des Projektentwicklers CBS Developments, beziffert diese Grenze derzeit auf etwas mehr als fünf Millionen Pesos beziehungsweise rund 90.000 US-Dollar. Damit ein Projekt innerhalb dieses Rahmens bleiben könne, müsse bereits der Preis für das Grundstück entsprechend niedrig sein.

Neben dem Grundstück fließen unter anderem Baumaterialien, Finanzierungskosten und Projektmanagement in den endgültigen Wohnungspreis ein. Steigen die Bodenpreise, müssen Entwickler Bonilla zufolge deshalb verstärkt auf günstigere Standorte außerhalb besonders teurer Stadtgebiete ausweichen.

Im Distrito Nacional sei es mittlerweile besonders schwierig, geeignete Flächen zu finden, auf denen sich Wohnungen für weniger als rund 90.000 US-Dollar entwickeln lassen.

Große Preisunterschiede im Großraum Santo Domingo

Der im Ausgangstext zitierte Bericht der nationalen Statistikbehörde ONE nennt deutliche Unterschiede bei den durchschnittlichen Quadratmeterpreisen von Immobilien.

Für Santo Domingo de Guzmán werden durchschnittlich RD$148.445 pro Quadratmeter angegeben. Es folgen San Antonio de Guerra mit RD$122.699 und Boca Chica mit RD$119.308.

Deutlich niedriger liegen die genannten Werte in Santo Domingo Este mit RD$80.197, Santo Domingo Norte mit RD$71.932 und Santo Domingo Oeste mit RD$68.237. Für Los Alcarrizos werden durchschnittlich RD$48.418 pro Quadratmeter ausgewiesen.

Allerdings lässt der vorliegende Ausgangstext nicht eindeutig erkennen, ob sich sämtliche genannten Werte tatsächlich auf Grundstücke beziehen. Später werden identische Zahlen ausdrücklich als durchschnittliche Quadratmeterpreise von Wohnungen bezeichnet. Eine direkte Aussage darüber, was ein Quadratmeter Bauland in den einzelnen Gemeinden kostet, lässt sich daraus daher nicht zuverlässig ableiten.

Bei Wohnungen werden zusätzlich erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Stadtteilen genannt. In Paraíso wird ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis von RD$218.951 angegeben, in Piantini von RD$210.026. Los Cacicazgos weist mit RD$23,5 Millionen den höchsten genannten mittleren Gesamtpreis für Wohnungen auf.

Wohnungsangebot nimmt deutlich zu

Gleichzeitig ist die Zahl der registrierten Wohneinheiten gestiegen. Zwischen den Erhebungszeiträumen 2025-2 und 2026-1 erhöhte sie sich laut den genannten ONE-Daten um 23,6 Prozent von 46.850 auf 57.920 Einheiten.

Die Zahl der verkauften, reservierten oder bereits vorgemerkten Wohnungen nahm um 44,7 Prozent auf 22.909 zu. Das unmittelbar verfügbare Angebot stieg um 26,8 Prozent auf 19.351 Einheiten.

Auch das zukünftige Angebot legte kräftig zu und erhöhte sich von 1.217 auf 3.174 Wohneinheiten.

Bei der Bautätigkeit zeigt sich gleichzeitig ein gemischtes Bild. Santo Domingo Este verzeichnet mit 2.271 registrierten Projekten die höchste Zahl, zugleich werden dort 1.376 Projekte als stillgelegt beziehungsweise pausiert geführt. Das entspricht 60,6 Prozent.

Auch in Santo Domingo Norte und Los Alcarrizos liegt der Anteil der pausierten Projekte nach den vorgelegten Zahlen hoch. Santo Domingo de Guzmán unterscheidet sich davon: Von 898 registrierten Projekten werden 755 als aktiv geführt; 422 befinden sich demnach in Ausführung und 297 sind pausiert.

Die Daten verdeutlichen damit zwei parallele Entwicklungen im Großraum Santo Domingo: Das Wohnungsangebot wächst deutlich, während hohe Immobilien- und Grundstückskosten insbesondere die Entwicklung preisgünstiger Projekte erschweren.

Weitere Entwicklungen zu Immobilien, Bauwirtschaft und Preisen finden Sie im Ressort Wirtschaft und Finanzen.

Foto(s):eldia.com.do
Quelle:eldia.com.do