Fast 900 Verkehrstote

Verkehrsunfälle fordern 2026 bereits 897 Todesopfer

Lesedauer: 3 Min.

In der Dominikanischen Republik sind im laufenden Jahr 2026 bereits 897 Todesfälle durch Verkehrsunfälle registriert worden. Das geht aus Daten des Observatorio Nacional del Registro Civil (Onarec) hervor. Erfasst sind dabei nur jene Todesfälle, die bislang im System der zuständigen Stelle registriert wurden.

Die Zahlen zeigen erneut, wie gravierend die Verkehrssicherheitslage im Land ist. Besonders betroffen sind Männer: Von den 897 registrierten Todesopfern waren 786 männlich. Das entspricht 87,63 Prozent. Frauen machten mit 111 Todesfällen 12,37 Prozent aus.

Zu den Gemeinden mit den meisten registrierten Verkehrstoten zählen Santo Domingo Este mit 64 Fällen, Santiago de los Caballeros mit 61, Santo Domingo Norte mit 49 und der Distrito Nacional mit 41. Auch La Vega, San Cristóbal, Higüey, La Romana, San Pedro de Macorís, Bonao, Moca, Santo Domingo Oeste, Punta Cana, Azua, Los Alcarrizos und Puerto Plata erscheinen in den Berichten mit hohen Fallzahlen.

Motorräder besonders häufig betroffen

Auch das Observatorio Permanente de Seguridad Vial (Opsevi) des Verkehrsinstituts Intrant weist auf die hohe Zahl tödlicher Verkehrsunfälle hin. Nach dessen Daten waren 11,2 Prozent der Todesopfer zwischen 30 und 34 Jahre alt.

Ein besonders großer Anteil der tödlichen Unfälle steht im Zusammenhang mit Motorrädern. Laut Opsevi wurden in diesem Jahr 414 Todesfälle durch Kollisionen mit Motorrädern registriert. Das entspricht 52,2 Prozent der erfassten Fälle. Hinzu kamen 199 Todesfälle durch Schleudern oder Überschlagen, 102 durch Zusammenstöße mit Fußgängern und 52 durch Kollisionen zwischen Fahrzeugen.

Weitere registrierte Ursachen waren Zusammenstöße mit Tieren, Kollisionen zwischen Motorrädern sowie Unfälle zwischen Fahrzeugen und Motorrädern.

Nach Fahrzeugtypen weist der Bericht 249 Todesfälle im Zusammenhang mit Motorrädern aus. Es folgen Autos mit 165 Todesfällen, Lastfahrzeuge mit 117, Geländewagen mit 88, Pick-ups mit 44 und Busse mit 13 Todesfällen.

Gefährliche Straßen und hohe Monatswerte

Als besonders riskante Verkehrsachsen werden die Autopista Duarte mit 97 Todesfällen und die Carretera Sánchez mit 59 Todesfällen genannt. Weitere Straßen mit registrierten Todesopfern sind die Autovía del Este, die Autopista 6 de Noviembre, die Autopista Las Américas, die Autopista Dr. Joaquín Balaguer und die Autovía del Coral.

Nach Angaben von Opsevi war Januar bislang der kritischste Monat des Jahres. Für diesen Monat wurden 195 Verkehrstote gemeldet. Es folgten März mit 185, April mit 166 und Februar mit 164 Todesfällen. Der Durchschnitt dieser vier Monate lag laut Bericht bei 66,08 Todesfällen pro Monat.

In der vergangenen Woche wurden über die Initiative Tráfico Expreso mindestens zehn Verkehrsunfälle gemeldet. Dazu gehörten unter anderem ein Lastwagen mit Sandladung auf der Circunvalación Santo Domingo, ein Unfall mit einem Lieferwagen auf der Avenida Ecológica in Santo Domingo Este sowie ein überschlagenes Fahrzeug auf der Autopista Duarte in Richtung Cibao.

Die unterschiedlichen Zahlen von Onarec und Opsevi zeigen zugleich, dass Verkehrsunfälle je nach Quelle und Erfassungsmethode unterschiedlich ausgewiesen werden. Während Onarec 897 registrierte Todesfälle nennt, meldet Opsevi 793 Todesopfer bei 807 Verkehrsunfällen. Unabhängig von der genauen Zählweise bleibt die Bilanz alarmierend.

Die hohe Zahl tödlicher Unfälle macht Verkehrssicherheit zu einem der drängenden Alltagsthemen in der Dominikanischen Republik. Besonders Motorräder, stark befahrene Fernstraßen und urbane Verkehrsräume stehen dabei im Fokus.

Weitere Nachrichten zu gesellschaftlichen Themen und öffentlicher Sicherheit finden Sie im Ressort Leben und Gesellschaft.

Wer die alltäglichen Rahmenbedingungen von Mobilität, Sicherheit und Infrastruktur besser einordnen möchte, findet im folgenden Hintergrund zusätzliche Orientierung.

Reisetipps & Empfehlungen für die Dominikanische Republik

Verkehr, Mobilität und Sicherheit gehören zu den wichtigsten praktischen Themen für Alltag und Reisen im Land. Der Hintergrund bietet Orientierung zu Straßenverkehr, Fortbewegung und wichtigen Verhaltensregeln.

Hintergrund im DomRep Guide→ Mehr erfahren