Die Dominikanische Republik hat im Jahr 2025 insgesamt 34.902.971 Kilogramm Mangos exportiert. Das geht aus Angaben des Landwirtschaftsministeriums hervor. Die tropische Frucht gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Produkten des Landes und verzeichnet seit mehreren Jahren ein stetiges Wachstum.
Wichtigster Absatzmarkt für dominikanische Mangos ist die Europäische Union. Sie nahm 47 Prozent der Exporte ab. Dahinter folgten die Vereinigten Staaten mit 25 Prozent, das Vereinigte Königreich mit 21 Prozent, Kanada mit vier Prozent sowie kleinere Inselstaaten und weitere Länder mit zusammen drei Prozent.
Zu den am stärksten exportierten Sorten zählen Keitt und Mingolo. Für 2026 rechnet der Sektor mit einem weiteren Wachstum von sieben bis zehn Prozent. Vermarktet werden sollen rund zehn Millionen Kisten zu je vier Kilogramm.
Expo Mango 2026 in Baní
Die Prognosen wurden im Rahmen der 22. Ausgabe des Mangofestivals „Expo Mango 2026“ bekannt. Die Veranstaltung findet vom 3. bis 7. Juni in Baní in der Provinz Peravia statt. Das offizielle Motto lautet in diesem Jahr „Strategie der Lebensmittelsicherheit: Garantie für Qualität“. Damit will der Sektor den Fokus auf Produktionsstandards, Exportqualität und Lebensmittelsicherheit legen.
Die Messe ist dem Ingenieur Osmar Benítez gewidmet, der für seine Beiträge zur Entwicklung und Stärkung des dominikanischen Unternehmenssektors geehrt wird.
Wie in früheren Jahren bietet die Expo Mango Verkostungen der wichtigsten Mangosorten, Direktverkauf durch lokale Produzenten, kulturelle und künstlerische Programme, Geschäftstreffen sowie eine gastronomische Route.
Zusätzlich ist eine touristische Route durch die Provinz Peravia vorgesehen. Dazu gehören unter anderem Besuche im Centro Cultural Perelló, am Fotopunkt von Baní, bei den Dünen von Baní und in den Salinen von Puerto Hermoso.
Mehr als 2.000 Produzenten
Nach Angaben aus dem Sektor liegt die landesweite Produktion bei fast zehn Millionen Kartonkisten. Die wichtigsten Anbaugebiete sind San Cristóbal, Peravia, Azua, San Juan de la Maguana, Neyba, Barahona und El Seibo. Zusammen stehen diese Regionen für etwas mehr als 85 Prozent der gesamten Produktion. Zudem wurden neue Projekte im Osten des Landes identifiziert, um das Angebot weiter auszubauen.
Die formellen Mango-Plantagen umfassen rund 9.600 Hektar, davon stehen etwa 7.500 Hektar in Produktion. Insgesamt gibt es rund 2.100 Produzenten. Davon sind 1.353 durch das Landwirtschaftsministerium zertifiziert.
Für die Dominikanische Republik ist der Mangosektor damit nicht nur landwirtschaftlich, sondern auch wirtschaftlich relevant. Exporte, Qualitätsstandards und regionale Wertschöpfung spielen eine wachsende Rolle. Zugleich zeigt die Expo Mango, wie Landwirtschaft, Gastronomie und regionaler Tourismus stärker miteinander verbunden werden können.
Weitere Entwicklungen zu Exporten und Landwirtschaft finden Sie im Ressort Wirtschaft und Finanzen.
Wer mehr über typische Produkte, Anbau und kulinarische Besonderheiten der Dominikanischen Republik erfahren möchte, findet im folgenden Hintergrund zusätzliche Orientierung.
Obst und Gemüse in der Dominikanischen Republik
Mangos, Bananen, Avocados, Kokosnüsse und viele weitere Produkte prägen Landwirtschaft, Märkte und Küche des Landes. Der Hintergrund stellt wichtige Obst- und Gemüsesorten sowie ihre Bedeutung im Alltag vor.
