Der Umweltaktivist Rafael Matos Féliz warnt vor schweren ökologischen Folgen durch Bergbauaktivitäten im Südwesten der Dominikanischen Republik. Im Mittelpunkt seiner Kritik stehen Vorhaben des Unternehmens Belfond Enterprise in Gemeinden der Region, insbesondere im Gebiet Loma Las Filipinas im Bahoruco Oriental.
Matos Féliz, früherer Direktor des UASD-Standorts Barahona und ehemaliger Präsident der Sociedad Ecológica de Barahona, sieht Wasserquellen, fruchtbare Böden und die Biodiversität der Region gefährdet. Der Bahoruco Oriental gilt als ökologisch besonders wertvolles Gebiet und gehört zu den regenreicheren Zonen der Provinz Barahona.
Nach Einschätzung des Umweltaktivisten bedrohen die Aktivitäten wichtige Wassereinzugsgebiete und empfindliche Ökosysteme in der Region Enriquillo. Er rief die Bevölkerung im Südwesten dazu auf, sich entschlossen für den Schutz der natürlichen Ressourcen einzusetzen.
Verweis auf Proteste in San Juan
Matos Féliz verwies auf die Proteste in der Provinz San Juan gegen das Bergbauprojekt Romero. Diese hätten gezeigt, dass organisierter Widerstand zum Schutz eines Gebietes möglich sei. Die Arbeiten an dem Projekt waren von Präsident Luis Abinader gestoppt worden.
Der Umweltaktivist erklärte, großflächiger Bergbau könne Flüsse, Berge und Waldgebiete erheblich verändern. Diese seien jedoch entscheidend für das Überleben der umliegenden Gemeinden. Wo Pflanzen, Wasser und fruchtbare Böden verschwänden, verschwinde auch die Grundlage des Lebens.
Nach seinen Angaben gebe es bereits besorgniserregende Anzeichen für Umweltveränderungen. Dazu zählten sinkende Wasserstände in einigen Flüssen, etwa beim Río Mata de Maíz im Gemeindegebiet von Polo, die Schädigung von Waldflächen und Veränderungen lokaler Klimabedingungen.
Kritik an Bergbau in sensiblen Gebieten
Matos Féliz kritisierte, dass Bergbauunternehmen in ökologisch empfindlichen Zonen tätig seien. Rohstoffabbau dürfe nur dort stattfinden, wo keine Gefahr für Ökosysteme und Bevölkerung bestehe. Besonders im Südwesten der Dominikanischen Republik seien Wasser, Wälder und Böden eng mit der Lebensgrundlage vieler Gemeinden verbunden.
Aus seiner Sicht reichen die Folgen des Bergbaus über Umweltschäden hinaus. Wenn natürliche Ressourcen geschwächt würden, könnten sich auch Armut und soziale Verwundbarkeit in den betroffenen Gemeinden verschärfen.
Der frühere Universitätsdirektor rief die Provinzen Barahona, Bahoruco, Pedernales und Independencia dazu auf, wachsam zu bleiben und die natürlichen Ressourcen der Region zu verteidigen. Wasser, Flüsse und Böden seien grundlegende Voraussetzungen für das Leben und müssten auch für künftige Generationen geschützt werden.
Die Aussagen fallen in eine Phase wachsender nationaler Debatten über Bergbauprojekte, Explorationen und deren mögliche ökologische Folgen in verschiedenen Landesteilen. Der Konflikt zeigt erneut, wie stark wirtschaftliche Interessen, Umweltschutz und regionale Entwicklung in der Dominikanischen Republik miteinander verbunden sind.
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Wer die ökologischen Zusammenhänge im Südwesten und die Bedeutung geschützter Naturräume besser verstehen möchte, findet im folgenden Hintergrund zusätzliche Orientierung.
Natur und Landschaften der Dominikanischen Republik
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