Der Präsident der Junta de Aviación Civil (JAC), Héctor Porcella, erklärte, dass zahlreiche Beschwerden von Passagieren über das Verhalten einiger Fluggesellschaften eingegangen seien. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer weltweiten Krise in der Luftfahrtbranche, die durch den Mangel an Piloten und Flugpersonal bedingt ist und sowohl in der Dominikanischen Republik als auch in anderen Ländern zu Flugausfällen und Verspätungen führt.
Porcella erläuterte, dass diese Situation zu Frustration und Protesten bei den Reisenden geführt habe, die ihre Ansprüche bei der JAC geltend machen.
Er stellte jedoch klar, dass die von ihm geleitete Institution laut Gesetz keine Befugnis habe, Sanktionen zu verhängen oder Entschädigungen von den Fluggesellschaften einzufordern. Diese Verantwortung liege beim Instituto Nacional de Protección de los Derechos del Consumidor (Pro Consumidor).
„Der Passagier denkt oft, dass die JAC die Instanz ist, die auf seine Forderungen reagieren muss. Unsere Aufgabe beschränkt sich jedoch auf die Regulierung und Aufsicht der Zivilluftfahrt“, so der Funktionär.
Er fügte hinzu: „Die gesetzliche Zuständigkeit zur Verteidigung der Verbraucherrechte, in diesem Fall der Flugreisenden, liegt bei Pro Consumidor.“
Der JAC-Präsident betonte, dass die Beschwerden zwar zahlenmäßig noch nicht hoch seien, in den vergangenen Monaten jedoch kontinuierlich aufgetreten sind und damit das Ausmaß eines Problems widerspiegeln, das über die Grenzen der Dominikanischen Republik hinausgeht.
In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass die Krise aufgrund des Mangels an qualifiziertem Personal die Pünktlichkeit und Stabilität des Luftverkehrs weltweit beeinträchtigt hat.
Porcella bekräftigte, dass die JAC in ständigem Austausch mit den im Land tätigen Fluggesellschaften stehe, um sie zu ermutigen, ihre Kundenservice-Protokolle zu verstärken und die Auswirkungen dieser Lage auf die Passagiere zu minimieren.
Zudem stehe man in enger Koordination mit Pro Consumidor, um die Beschwerden betroffener Reisender auf geeignete Weise weiterzuleiten.
„Wir möchten, dass die Öffentlichkeit klar versteht, dass wir aufmerksam und wachsam auf dieses Problem reagieren. Auch wenn wir nicht die Instanz sind, die Beschwerden direkt lösen kann, arbeiten wir eng mit den zuständigen Behörden zusammen, damit die Rechte der Nutzer respektiert werden und die Fluggesellschaften die geltenden Vorschriften einhalten“, betonte Porcella.
Abschließend erinnerte der JAC-Präsident daran, dass sich die Dominikanische Republik zu einem wichtigen Luftfahrt-Drehkreuz in der Karibik entwickelt hat und dass die Sicherstellung der Servicequalität für Passagiere entscheidend sei, um das Vertrauen in das zivile Luftfahrtsystem zu bewahren sowie das Wachstum des Tourismus und die internationale Konnektivität des Landes zu stärken.
