Dürre treibt Preise weiter nach oben

Kochbananen könnten bis auf RD$50 pro Stück steigen

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Der Preis für Kochbananen in der Dominikanischen Republik könnte nach Einschätzung des Produzentenverbandes Adoplátano bereits ab der kommenden Woche in einzelnen Verkaufsstellen auf bis zu RD$50 pro Stück steigen. Als Hauptgrund nennt Verbandspräsident Alex Cruz die anhaltende Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten.

Cruz erklärte, dass die Preise normalerweise vor allem zwischen November und Februar steigen. In diesem Jahr mache sich der Preisdruck jedoch bereits im September bemerkbar. Nach seiner Einschätzung könnte sich der Aufwärtstrend bis April 2027 fortsetzen.

In vergangenen Jahren hätten Kochbananen zeitweise Preise von bis zu RD$30 pro Stück erreicht. Wegen der aktuellen Trockenheit könne der Anstieg diesmal stärker ausfallen. Cruz betonte allerdings, dass RD$50 kein einheitlicher Marktpreis sei. Der tatsächliche Verkaufspreis hänge unter anderem vom Geschäft und der jeweiligen Vermarktungssituation ab.

Wassermangel belastet die Produktion

Nach Angaben von Adoplátano beeinträchtigt die Trockenheit die Entwicklung der Pflanzen und damit die verfügbare Menge auf dem Markt. Ohne zusätzliche Maßnahmen zur Wasserversorgung könnten die Auswirkungen auch 2027 spürbar bleiben.

Der Verband fordert deshalb Investitionen in Bewässerungssysteme und zusätzliche Wasserquellen. Gemeinsam mit dem Banco Agrícola wird nach Angaben von Cruz ein Pilotprojekt vorbereitet, bei dem zunächst 30 Produzenten in verschiedenen Provinzen Finanzierung für solarbetriebene Bewässerungsanlagen erhalten sollen.

Solarmodule sollen dabei Pumpen antreiben und die Wasserversorgung der Plantagen verbessern. Gleichzeitig sollen weniger effiziente Bewässerungsmethoden durch Systeme wie Tröpfchenbewässerung ersetzt werden.

Auch Arbeitskräftemangel belastet den Sektor

Neben der Trockenheit nennt Cruz den Mangel an Arbeitskräften als weiteres Problem der Produzenten. Viele Kochbananenbauern bewirtschafteten vergleichsweise kleine Flächen, weshalb aus Sicht des Verbandes vor allem kleinere Maschinen wie Kompakttraktoren, Motorhacken und Sprühgeräte sinnvoll seien.

Adoplátano fordert zudem eine geregelte Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Nach dem Vorschlag von Cruz sollten die jeweiligen Produzenten Verantwortung für die von ihnen beschäftigten Arbeiter und die Einhaltung der geltenden Vorschriften übernehmen.

Der Verbandspräsident rief den Banco Agrícola sowie Landwirtschaftsministerium, Wasserbehörde INDRHI und Infotep zu einer stärkeren Zusammenarbeit auf. Entscheidend seien nach seiner Darstellung Finanzierung, Bewässerung, technische Modernisierung und Ausbildung, um Produktionsausfälle und weitere Preisanstiege zu begrenzen.

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Foto(s):eldia.com.do
Quelle:eldia.com.do