Säuglingssterblichkeit bleibt auf hohem Niveau

Mehr als 1.000 Säuglinge 2026 gestorben

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In der Dominikanischen Republik sind in den ersten 30 epidemiologischen Wochen des Jahres 2026 insgesamt 1.042 Kinder unter einem Jahr gestorben. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres waren 1.134 Todesfälle registriert worden.

Die Zahlen stammen aus den priorisierten Meldedaten des nationalen epidemiologischen Überwachungssystems Sinave, die vom Gesundheitsministerium veröffentlicht wurden.

Allein in der 30. epidemiologischen Woche wurden 40 Todesfälle bei Säuglingen unter einem Jahr registriert. Davon entfielen 33 auf Neugeborene, die innerhalb der ersten 28 Tage nach der Geburt starben.

Damit liegt die Zahl der gemeldeten Säuglingstodesfälle unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums, bleibt mit mehr als 1.000 Fällen jedoch weiterhin hoch.

76 Todesfälle bei Müttern

Das Gesundheitsministerium meldete für die jüngste Berichtswoche außerdem drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Schwangerschaft oder Geburt. Betroffen waren zwei dominikanische und eine haitianische Frau im Alter zwischen 26 und 30 Jahren. Zwei Fälle wurden in Santo Domingo und einer in der Provinz La Romana registriert.

Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben der Behörde 76 sogenannte Müttersterbefälle erfasst. Davon betrafen 42 dominikanische, 32 haitianische, eine venezolanische und eine spanische Frau.

Dengue, Malaria und Leptospirose

Bei Dengue kamen in der jüngsten epidemiologischen Woche zwei bestätigte Fälle hinzu. Bis einschließlich Woche 30 registrierte Sinave damit 224 Dengue-Fälle und einen Todesfall.

Bei Malaria wurden im bisherigen Jahresverlauf 146 bestätigte Fälle gemeldet. Todesfälle wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums nicht registriert.

Die Zahl der bestätigten Leptospirose-Fälle liegt bei 260. Zwei neue Fälle wurden in der aktuellen Berichtswoche in Santo Domingo erfasst.

Bei den akuten Atemwegserkrankungen stellten die Behörden weiterhin eine anhaltende Verbreitung fest. Vier Infektionen mit SARS-CoV-2 wurden bestätigt, ohne dass das Gesundheitsministerium von einem deutlichen Anstieg sprach.

Fälle einer schweren akuten Atemwegsinfektion wurden in dieser Berichtswoche demnach nicht nachgewiesen.

Behörde weist auf Cyclosporiasis hin

Als epidemiologisch relevantes Ereignis führt das Gesundheitsministerium zudem Cyclosporiasis auf. Die Darminfektion wird durch den Parasiten Cyclospora cayetanensis verursacht und kann insbesondere über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen werden.

Zu den möglichen Beschwerden gehören anhaltender wässriger Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Erschöpfung. Das Gesundheitsministerium empfiehlt unter anderem regelmäßiges Händewaschen, den Konsum von sicherem Trinkwasser sowie gründlich gewaschenem Obst und Gemüse.

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