Rekordsumme für Parteienfinanzierung

Parteien erhielten 2024 mehr als fünf Milliarden Pesos

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Der dominikanische Staat stellte den politischen Parteien und Organisationen für das Wahljahr 2024 insgesamt RD$5,041 Milliarden zur Verfügung. Nach den vorliegenden Angaben war dies die höchste staatliche Parteienfinanzierung seit Einführung dieses Systems im Jahr 1998.

Grundlage dafür ist das Wahlgesetz Ley 20-23. Artikel 224 sieht vor, dass in Jahren mit allgemeinen Wahlen 0,5 Prozent der nationalen Staatseinnahmen für die Finanzierung politischer Parteien bereitgestellt werden. In Jahren ohne allgemeine Wahlen beträgt der Anteil 0,25 Prozent.

Bei den Wahlen 2024 waren 8.145.548 Bürger wahlberechtigt, tatsächlich abgegeben wurden nach den genannten Zahlen 4.429.076 Stimmen. Die Wahlenthaltung lag damit bei rund 46 Prozent.

Rein rechnerisch entspricht die staatliche Parteienfinanzierung von RD$5,041 Milliarden rund RD$1.138 je abgegebener Stimme. Dieser Wert stellt allerdings nicht die tatsächlichen Gesamtkosten einer Stimme oder der Wahlen dar, sondern lediglich das Verhältnis zwischen der staatlichen Finanzierung der Parteien und der Zahl der abgegebenen Stimmen.

Vier Parteien erhielten den größten Anteil

Den größten Teil der Mittel erhielten 2024 vier als große Parteien eingestufte Organisationen. Der Partido Revolucionario Moderno (PRM), der Partido de la Liberación Dominicana (PLD), Fuerza del Pueblo (FP) und der Partido Revolucionario Dominicano (PRD) erhielten jeweils rund RD$1,008 Milliarden.

Auf diese Gruppe entfielen zusammen 80 Prozent der vorgesehenen Mittel. Der PRD verlor nach den Wahlen allerdings seinen Status als große Partei, da er nach den vorliegenden Angaben die gesetzlich erforderliche Schwelle von fünf Prozent der Stimmen nicht erreichte.

Sechs weitere Parteien erhielten jeweils RD$86,4 Millionen. 15 kleinere Parteien bekamen jeweils RD$26,1 Millionen. Für weitere Parteien und lokale politische Bewegungen wurden niedrigere Beträge ausgezahlt.

Zum Vergleich: Für das Wahljahr 2020 waren nach den genannten Angaben RD$4,013 Milliarden für die Parteienfinanzierung vorgesehen.

Auch außerhalb von Wahljahren fließen staatliche Mittel

Die Parteien erhalten jedoch nicht nur während der Wahljahre öffentliche Gelder. Für die reguläre Parteienfinanzierung verteilt die Zentrale Wahlbehörde JCE nach den vorliegenden Angaben derzeit insgesamt RD$1,620 Milliarden pro Jahr auf die 41 Organisationen, die ihre rechtliche Anerkennung behalten haben.

Die drei derzeit als große Parteien eingestuften Organisationen erhalten davon gemeinsam rund RD$1,296 Milliarden – etwa RD$432 Millionen pro Partei. Das entspricht erneut dem gesetzlich vorgesehenen Anteil von 80 Prozent.

Die restlichen 20 Prozent werden unter den kleineren anerkannten Parteien und politischen Organisationen aufgeteilt.

Die Höhe der öffentlichen Parteienfinanzierung steht zugleich einer hohen Wahlenthaltung gegenüber. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen steigenden Zuschüssen und sinkender Wahlbeteiligung lässt sich aus den im Ausgangstext genannten Zahlen allein jedoch nicht ableiten.

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