Die Dominikanische Republik und die Vereinigten Staaten haben einen Kooperationsrahmen für kritische Mineralien und Seltene Erden vereinbart. Ziel ist es, Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und Investitionen in Förderung, Trennung und Verarbeitung strategisch wichtiger Rohstoffe zu erleichtern.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung vom dominikanischen Außenminister Víctor „Ito“ Bisonó und der US-Botschafterin Leah F. Campos. An der Unterzeichnung nahm auch Energie- und Bergbauminister Joel Santos Echavarría teil.
Nach Angaben Bisonós wollen beide Länder ihre jeweiligen Märkte für kritische Mineralien und Seltene Erden besser absichern, gemeinsam mögliche Projekte identifizieren und die Finanzierung entsprechender Vorhaben in beiden Staaten erleichtern.
Der Außenminister betonte zugleich, dass die Dominikanische Republik bei der Nutzung ihrer Rohstoffvorkommen langfristig denken und die eigenen nationalen Interessen berücksichtigen müsse. Die Erschließung natürlicher Ressourcen solle einen möglichst großen wirtschaftlichen Nutzen für das Land und seine Bevölkerung schaffen.
Von Förderung bis Verarbeitung
Der vereinbarte Rahmen umfasst nicht nur den eigentlichen Bergbau. Er soll nach den vorliegenden Angaben die gesamte Lieferkette berücksichtigen – von der Gewinnung über die Trennung bis zur Verarbeitung kritischer Mineralien.
Diese Rohstoffe spielen insbesondere bei der Herstellung moderner Technologien eine wichtige Rolle. Beide Staaten wollen deshalb neue Projekte und Investitionsmöglichkeiten prüfen und die Versorgungssicherheit verbessern.
US-Botschafterin Campos bezeichnete die Zusammenarbeit als eine Frage von wirtschaftlicher Sicherheit, Souveränität und gemeinsamer wirtschaftlicher Entwicklung. Ihr zufolge soll damit verhindert werden, dass strategisch wichtige Lieferketten zu stark von einzelnen anderen Staaten abhängig sind.
Nach den Angaben im Ausgangstext haben die Vereinigten Staaten entsprechende Kooperationsrahmen inzwischen mit 27 Ländern geschlossen.
Vereinbarung ist rechtlich nicht bindend
Der jetzt unterzeichnete Rahmen bedeutet allerdings noch keine konkrete Genehmigung neuer Minen oder Verarbeitungsanlagen.
Ausdrücklich festgehalten wurde, dass es sich um einen politischen und programmatischen Aktionsrahmen handelt. Er schafft weder nach nationalem noch nach internationalem Recht einklagbare Rechte oder Verpflichtungen und ist rechtlich nicht bindend.
Konkrete Projekte, Standorte, Investitionssummen oder Zeitpläne wurden bei der Unterzeichnung nicht genannt.
Für die Dominikanische Republik eröffnet die Vereinbarung damit zunächst einen politischen Rahmen für eine engere Zusammenarbeit mit den USA bei strategischen Rohstoffen. Ob daraus konkrete Bergbau- oder Verarbeitungsprojekte entstehen, hängt von weiteren Entscheidungen und Investitionen ab.
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