Einzigartiger Wert des Botanischen Gartens

UASD warnt vor möglichem Regierungsplan zur Verkleinerung des Botanischen Gartens

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Die Umweltkommission der Autonomen Universität Santo Domingo (UASD) hat öffentlich vor einem mutmaßlichen Plan der Regierung gewarnt, der die Verkleinerung des Nationalen Botanischen Gartens „Dr. Rafael M. Moscoso“ zum Ziel habe, um die Avenida República de Colombia zu erweitern. Dies wurde in einem an ALMOMENTO.NET gesendeten Schreiben deutlich gemacht.

Die Kommission fordert das Ministerium für öffentliche Bauten und Verkehr (MOPC), das Umweltministerium (MMARN) sowie das Präsidialamt auf, öffentlich und eindeutig zu bestätigen oder zu dementieren, ob ein entsprechendes Straßenprojekt existiert.

Für den Fall, dass ein solches Vorhaben geplant ist, verlangt die Kommission die sofortige Veröffentlichung von Plänen, technischen Studien, Umweltverträglichkeitsgutachten, Alternativenberichten sowie Genehmigungen und Erlaubnissen.

Schwere rechtliche und ökologische Bedenken

Die UASD warnt, dass eine Verkleinerung des Botanischen Gartens einen Rückschritt im Umweltrecht darstelle, gegen das in der Verfassung verankerte Recht auf eine gesunde Umwelt verstoße und der ökologischen und klimatischen Gesundheit der am dichtesten besiedelten Stadt des Landes schweren Schaden zufügen würde.

Auch wenn der Garten nicht offiziell Teil des Nationalen Systems geschützter Gebiete (SINAP) ist, betont die Kommission, dass seine Funktion als wissenschaftlich-ökologisches Schutzgebiet unter der Verwaltung des Umweltministeriums ihm rechtlich effektiven Schutz verleihe.

Einzigartiger Wert des Botanischen Gartens

Der Botanische Garten wird als unersetzliches nationales Gut hervorgehoben, mit zentraler Bedeutung in verschiedenen Bereichen:

  • Erhaltung der Biodiversität: Züchtung und Pflege endemischer Pflanzen für Wiederaufforstung und Ökosystemrestaurierung.
  • Wissenschaft und Bildung: Sitz des Nationalen Herbariums, des Ökologischen Museums, Herausgeber der Fachzeitschrift Moscosoa, Bildungsstätte für tausende Schüler jährlich.
  • Stadtökologie: Reduktion von Hitze, Kohlenstoffbindung, Grundwasserinfiltration, Lärmschutz und Luftreinigung.
  • Gesundheit und Lebensqualität: Ort für Bewegung, Entspannung und Naturtherapie inmitten urbanen Stresses.
  • Kultur und Gemeinschaft: Veranstaltungsort für Lesungen, Kunst, Workshops und Begegnungen.
  • Tourismus und Wirtschaft: Magnet für in- und ausländische Besucher, der zur positiven Außenwirkung der Hauptstadt beiträgt.
  • Politische Relevanz: Schlüsselelement in Umweltbildungs- und Klimapolitik.

Aufruf zur Mobilisierung

Die Kommission kündigt im Falle konkreter Schritte zur Verkleinerung zivilgesellschaftliche und akademische Gegenmaßnahmen an: Besuche, Lehrveranstaltungen, Kulturaktionen, Aufklärungskampagnen und rechtliche Schritte zum Schutz dieses „kollektiven Erbes“.

Sie ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, den Botanischen Garten als Symbol des zivilen Engagements, der ökologischen Verantwortung und nationalen Einheit zu verteidigen.

Schlussfolgerung

Die UASD betont: Der Erhalt des Botanischen Gartens ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern ein ethisches und gesellschaftliches Gebot. Seine Zerstörung oder Einschränkung wäre ein „kollektiver Affront“ gegen Wissenschaft, Umwelt, Kultur und das Recht auf ein gesundes Leben.