Anlässlich des Internationalen Tages des Mädchens weist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) darauf hin, dass die Dominikanische Republik vor großen Herausforderungen steht, was die frühe Mutterschaft und die hohe Geburtenrate bei Jugendlichen betrifft.
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Dem jüngsten Bericht der Nationalen Mehrzweck-Haushaltserhebung (ENHOGAR-MICS 2019) zufolge haben 20 % der Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren bereits eine Lebendgeburt erlebt oder sind mit ihrem ersten Kind schwanger – eine alarmierende Zahl, die zeigt, dass die Politik im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und der Bildung im Land gestärkt werden muss.
Dem Bericht zufolge liegt die Fruchtbarkeitsrate bei 77 Geburten pro 1.000 Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren und gehört damit zu den höchsten in Lateinamerika. Darüber hinaus zeigt die ENHOGAR-MICS-Studie 2019, dass 15 % der dominikanischen Frauen ihr Sexualleben vor dem Alter von 15 Jahren begonnen haben, was die Dringlichkeit unterstreicht, wirksame Präventions- und Unterstützungsprogramme für diese jungen Frauen durchzuführen.
„Im Zusammenhang mit dem Gedenken an den Tag des Mädchens ist es unerlässlich, auf die einzigartigen Herausforderungen hinzuweisen, denen sie sich gegenübersehen, insbesondere in Ländern mit mittlerem Einkommen wie der Dominikanischen Republik. Weltweit gibt es mehr als 600 Millionen heranwachsende Mädchen zwischen 10 und 19 Jahren, die größte Zahl in der Geschichte. Wenn diese Mädchen die richtigen Ressourcen, Möglichkeiten und ein förderliches Umfeld erhalten, können sie die größte Generation von Führungspersönlichkeiten, Unternehmerinnen und Macherinnen werden, die die Welt je gesehen hat“, fügte UNICEF-Vertreter Carlos Carrera hinzu.
Die Realität sei jedoch, dass Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe und wirtschaftliche Chancen nach wie vor stark benachteiligt seien. Jedes vierte Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt durch einen Intimpartner erlebt.
Ungleichheiten zwischen Mädchen und Jungen
Weltweit verbringen Mädchen im Alter von 5 bis 14 Jahren 160 Millionen Stunden mehr pro Tag mit unbezahlter Betreuungs- und Hausarbeit als gleichaltrige Jungen, eine Belastung, die sich im Jugendalter noch verstärkt. Darüber hinaus schließt fast jedes fünfte Mädchen die Sekundarstufe I nicht ab, und fast vier von zehn schließen die Sekundarstufe II nicht ab. Etwa 90 Prozent der heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen in Ländern mit niedrigem Einkommen nutzen das Internet nicht, während die Wahrscheinlichkeit, dass ihre männlichen Altersgenossen Zugang zum Internet haben, doppelt so hoch ist.
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