Aguas Calientes bei San José de las Matas galt einst als Vorzeigeprojekt für Ökotourismus in der Provinz Santiago. Heute ist die Anlage stark beschädigt und seit Jahren geschlossen.
Aus den Bergen entspringt hier eine heiße, schwefelhaltige Quelle, die viele Besucher wegen ihrer besonderen Eigenschaften anzog. Die Anlage verfügte über zwei Becken – eines mit Thermalwasser und eines mit Wasser auf Umgebungstemperatur – sowie einen direkten Zugang zum Río Bao, einem wichtigen Zufluss für die Wasserversorgung im Cibao Central.
Das Projekt wurde 2015 gemeinsam mit den Naturparks Arroyo Hondo und La Ventana entwickelt, um den Ökotourismus in der Region zu stärken. Mehr als 70 Millionen Pesos flossen in Infrastruktur wie Stege, Aussichtspunkte, Cafeterien und eine Hängebrücke. In den ersten Jahren verzeichnete die Anlage eine hohe Besucherzahl.
Heute zeigt sich ein völlig anderes Bild. Die Anlage ist seit rund drei Jahren geschlossen. Überschwemmungen und fehlende Wartung haben zu massiven Schäden geführt. Die Becken sind leer und beschädigt, Holzstege verrottet oder eingestürzt, die Hängebrücke ist nicht mehr nutzbar. Vegetation überwuchert die Zugänge, Gebäude sind teilweise zerstört.
Nach Angaben von Anwohnern ist die Besucherzahl stark zurückgegangen und erreicht nur noch einen Bruchteil früherer Werte.
Im Februar kündigte der Bürgermeister von San José de las Matas, Alfredo Reyes, ein Budget von rund 13,3 Millionen Pesos für die Sanierung von Aguas Calientes sowie der Parks Arroyo Hondo und La Ventana an. Die Mittel wurden laut Regierung bereits freigegeben.
Konkrete Arbeiten vor Ort haben jedoch bislang nicht begonnen. Damit bleibt die Zukunft der Anlage trotz vorhandener Finanzierung ungewiss.
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