Abfallmengen setzen Entsorgungssystem unter Druck

Santo Domingo produziert täglich über 8.000 Tonnen Müll

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Im Großraum Santo Domingo fallen täglich mehr als 8.000 Tonnen Abfall an. Die hohe Müllmenge stellt die Behörden nach Angaben von Umweltminister Armando Paíno Henríquez vor erhebliche logistische und ökologische Herausforderungen.

Ein zentraler Punkt der aktuellen Strategie ist die geplante technische Schließung der Deponie Duquesa. Henríquez bezeichnete die Anlage in einem Interview mit dem Fernsehsender Color Visión als den wichtigsten bestehenden Umweltbelastungsfaktor des Landes.

Gleichzeitig sollen neue Kapazitäten für die Abfallentsorgung geschaffen werden. Nach Angaben des Ministers hat das Umweltministerium die notwendigen Genehmigungen für eine neue Anlage in La Cuaba erteilt.

Das Projekt ist allerdings umstritten. Aus dem vorliegenden Bericht geht hervor, dass Anwohner in La Cuaba bereits gegen die geplante Einrichtung protestiert haben. Weitere Einzelheiten zu Umfang, Technik oder geplantem Betriebsbeginn der Anlage wurden nicht genannt.

Duquesa soll technisch geschlossen werden

Die geplante Schließung von Duquesa erhöht den Druck, alternative Entsorgungsmöglichkeiten für die täglich anfallenden Abfallmengen zu schaffen. Nach Angaben des Umweltministers sollen Entscheidungen über neue Standorte und Anlagen auf wissenschaftlichen Grundlagen beruhen und mögliche Umweltbelastungen berücksichtigen.

Die mehr als 8.000 Tonnen Müll pro Tag verdeutlichen zugleich die Dimension der Aufgabe für die Kommunen im Großraum Santo Domingo. Sammlung, Transport, Lagerung und Weiterverarbeitung müssen auf eine stetig wachsende Menge an Haushalts- und Gewerbeabfällen ausgerichtet werden.

Neben neuen Entsorgungsanlagen setzt das Umweltministerium nach eigenen Angaben auf eine stärkere Digitalisierung seiner Genehmigungsverfahren. Mehr als die Hälfte der entsprechenden Prozesse seien inzwischen digitalisiert.

Henríquez erklärte, die schnellere Bearbeitung von Umweltgenehmigungen solle auch Investitionen in Projekte erleichtern. Nach seinen Angaben betreffen die bereits verbesserten Verfahren Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 25 Milliarden US-Dollar. Aus dem Ausgangstext geht allerdings nicht hervor, welcher Anteil davon unmittelbar auf Abfallwirtschaft oder Recycling entfällt.

Neben Infrastruktur und Genehmigungsverfahren wird auch eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung für Abfallvermeidung, Trennung und nachhaltigen Umgang mit Müll als langfristige Aufgabe genannt.

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