Ungewöhnlich ruhige Hurrikansaison

Atlantik 2026 bislang ohne Hurrikan – erstmals seit 112 Jahren möglich

Die Hurrikansaison 2026 im Atlantik verläuft bislang außergewöhnlich ruhig. Obwohl die normalerweise aktivsten Monate August und September bereits vorüber sind, hat sich in diesem Jahr noch kein tropischer Sturm zu einem Hurrikan verstärkt.

Sollte dies bis zum offiziellen Ende der Saison am 30. November so bleiben, wäre es eine historische Ausnahme. Bislang sind lediglich die Jahre 1907 und 1914 als Atlantik-Saisons ohne einen einzigen Hurrikan registriert. Eine vergleichbare Saison hätte es damit seit 112 Jahren nicht mehr gegeben.

In der atlantischen Hurrikansaison 2026 haben sich bisher acht benannte tropische Stürme gebildet. Keiner von ihnen erreichte jedoch Hurrikanstärke.

Als wesentlicher Faktor für die vergleichsweise geringe Aktivität gilt in diesem Jahr das Klimaphänomen El Niño. Es begünstigt stärkere Windscherung – unterschiedliche Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten in verschiedenen Höhen der Atmosphäre. Diese Bedingungen können die Entwicklung und Organisation tropischer Wirbelstürme erschweren.

Für die gesamte Saison waren zwischen acht und 13 benannte Stürme prognostiziert worden. Damit zeichnet sich 2026 insgesamt eine unterdurchschnittlich aktive Saison ab.

Noch ist die Hurrikansaison allerdings nicht beendet. Auch im Oktober und November können sich im Atlantik, in der Karibik und im Golf von Mexiko tropische Systeme entwickeln. Erst nach dem 30. November steht daher fest, ob 2026 tatsächlich als dritte Atlantiksaison ohne Hurrikan in die Statistik eingehen wird.

Beitragsbild(er):elnacional.com.do