Tragödie im Mona-Kanal

Streit mit Machete bringt Migrantenboot im Mona-Kanal zum Kentern

Ein schwerer Zwischenfall auf einem Migrantenboot im Mona-Kanal zwischen der Dominikanischen Republik und Puerto Rico hat mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Zehn weitere Personen werden vermisst. Die US-Küstenwache hat die Suche inzwischen eingestellt.

Nach Angaben der Behörden befanden sich insgesamt 62 Menschen auf dem improvisierten Boot, darunter Dominikaner und Haitianer. Am Sonntagabend gegen 23 Uhr kam es an Bord zu einem gewaltsamen Streit zwischen zwei Personen. Dabei sollen mehrere Menschen mit einer Machete schwer verletzt worden sein.

Infolge der Auseinandersetzung geriet das Boot in Seenot und kenterte. Mehrere Insassen sprangen ins Wasser und versuchten, schwimmend die Insel Mona zu erreichen.

Insgesamt 49 Menschen konnten gerettet werden. Sie wurden vom Schiff „Joseph Doyle“ aufgenommen und anschließend an Land gebracht. Dort übernahmen die US-Behörden HSI und CBP die weiteren Ermittlungen.

Drei Leichen wurden dem Institut für Forensische Wissenschaften in Puerto Rico übergeben. Nach zehn weiteren Vermissten wurde zunächst weiter gesucht. Die US-Küstenwache stellte die Suchaktion schließlich ein.

An der Rettungsaktion waren neben US-amerikanischen Einsatzkräften auch Einheiten der dominikanischen Luftwaffe und Marine beteiligt. Der zuständige Einsatzleiter der US-Küstenwache, Matthew Romano, würdigte die koordinierte Rettungsaktion und sprach den Angehörigen der Vermissten sein Mitgefühl aus.

Die genauen Umstände der Auseinandersetzung an Bord und der anschließenden Havarie werden weiter untersucht.

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